Was ist Kilowatt-Peak?
Kilowatt-Peak (kWp) beschreibt die maximale Leistung, die eine Solaranlage unter sogenannten Standard-Testbedingungen (STC) erreicht: 1000 Watt Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter, eine Modultemperatur von 25 Grad und ein definierter Lichteinfallswinkel. Der Zusatz «Peak» bedeutet Spitze – die Kennzahl ist also ein Vergleichswert im Labor, nicht der reale Dauerertrag auf dem Dach. Sie macht Anlagen unterschiedlicher Hersteller und Grössen überhaupt erst vergleichbar.
Im Alltag hängt der tatsächliche Stromertrag von Standort, Dachausrichtung, Neigung, Verschattung und Wetter ab. In der Schweiz liefert eine Anlage pro installiertem kWp erfahrungsgemäss einen bestimmten Jahresertrag in Kilowattstunden (kWh) – wie hoch dieser ausfällt, unterscheidet sich zwischen Mittelland, Alpenraum und Tessin deutlich. kWp misst also die Leistung (die Grösse der Anlage), kWh den effektiv erzeugten Strom.
Die kWp-Zahl brauchen Sie, sobald Sie eine Photovoltaikanlage planen: für die Dimensionierung, die Offerte, die Baubewilligung und die Berechnung von Förderbeiträgen wie der Einmalvergütung. Auch die Grösse eines Batteriespeichers wird häufig auf die kWp abgestimmt.
Kilowatt-Peak: Worauf achten?
Achten Sie darauf, kWp nicht mit dem Jahresertrag zu verwechseln – eine grössere Anlage ist nicht automatisch wirtschaftlicher. Lassen Sie den Eigenverbrauch, die verfügbare Dachfläche und eine seriöse Ertragsprognose in die Planung einfliessen und holen Sie mehrere Offerten von zertifizierten Solarfachbetrieben ein.