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HIIT (Hochintensives Intervalltraining)

HIIT (High-Intensity Interval Training) ist eine Trainingsmethode, bei der sich kurze, sehr intensive Belastungsphasen mit kurzen Erholungspausen abwechseln. Ziel ist es, in wenig Zeit Herz-Kreislauf-System und Muskulatur maximal zu fordern.

Aktualisiert 11.10.2026

HIIT: Fitness & Freizeit – Grafik CityHero Glossar

Was ist HIIT?

Beim HIIT wird nicht gleichmässig lange trainiert, sondern in Intervallen. Eine typische Einheit besteht aus Belastungsphasen von 20 bis 60 Sekunden, in denen man sich auf rund 80 bis 95 Prozent der maximalen Herzfrequenz verausgabt, gefolgt von aktiven oder passiven Pausen von 10 bis 60 Sekunden. Beliebte Übungen sind Burpees, Mountain Climbers, Jumping Jacks, Kniebeugen oder Sprints – oft ganz ohne Geräte, mit dem eigenen Körpergewicht. Ein bekanntes Format ist Tabata: 20 Sekunden Vollgas, 10 Sekunden Pause, achtmal wiederholt, also vier Minuten pro Übung.

Der physiologische Reiz entsteht durch den Wechsel zwischen maximaler Anstrengung und Erholung. Der Körper verbraucht dabei nicht nur während des Trainings viel Energie, sondern durch den sogenannten Nachbrenneffekt (EPOC) auch noch Stunden danach. Studien zeigen, dass HIIT die Ausdauerleistung und Insulinempfindlichkeit oft ähnlich wirksam verbessert wie deutlich längeres, gleichmässiges Ausdauertraining – bei geringerem Zeitaufwand.

Eine vollständige HIIT-Einheit dauert inklusive Aufwärmen und Cool-down meist 20 bis 40 Minuten. Genau diese Kürze macht die Methode für Berufstätige attraktiv. Empfohlen werden zwei bis drei Einheiten pro Woche mit Erholungstagen dazwischen, da die hohe Intensität den Körper stark belastet.

HIIT: Für wen geeignet?

HIIT eignet sich für Menschen, die bereits über eine Grundfitness verfügen. Anfänger, Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hohem Blutdruck oder Gelenkproblemen sollten vorher ärztlichen Rat einholen und mit reduzierter Intensität starten. Wichtig sind sauberes Aufwärmen, korrekte Ausführung trotz Ermüdung und ausreichende Regeneration – sonst steigt das Verletzungsrisiko.

In Schweizer Fitnessstudios wird HIIT meist als Gruppenkurs angeboten. Ein Drop-in kostet je nach Region etwa CHF 25 bis 40, ein Monatsabo für unlimitierte Kurse rund CHF 120 bis 250 (ohne Gewähr). Reine Bodyweight-HIIT-Workouts lassen sich auch kostenlos zu Hause durchführen.

Beispiel: HIIT in der Praxis

Eine Berufstätige aus Zürich hat abends nur 30 Minuten Zeit. Sie besucht dreimal pro Woche einen HIIT-Kurs im Quartier-Fitnessstudio: 5 Minuten Aufwärmen, danach im Tabata-Format vier Runden Burpees, Kniebeugen-Sprünge, Mountain Climbers und Plank-Jacks, zum Schluss 5 Minuten Dehnen. Nach acht Wochen bemerkt sie eine spürbar bessere Kondition beim Treppensteigen.

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Häufige Fragen

Wie oft pro Woche sollte man HIIT machen?

Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit mindestens einem Erholungstag dazwischen gelten als sinnvoll. Wegen der hohen Belastung ist tägliches HIIT nicht empfehlenswert – die Muskulatur und das Nervensystem brauchen Regeneration, sonst leidet die Leistung und das Verletzungsrisiko steigt.

Was ist der Unterschied zwischen HIIT und normalem Ausdauertraining?

Klassisches Ausdauertraining (Cardio) läuft über längere Zeit bei gleichmässiger, moderater Intensität. HIIT wechselt zwischen sehr intensiven Spitzen und Pausen und ist dadurch deutlich kürzer. HIIT trainiert stärker die anaerobe Leistung und erzeugt einen Nachbrenneffekt, während gleichmässiges Cardio schonender und gut für lange Grundlagenausdauer ist.

Ist HIIT für Anfänger geeignet?

Bedingt. Wer neu einsteigt, sollte mit einer Grundfitness starten, die Intensität reduzieren, saubere Technik vor Tempo stellen und bei Vorerkrankungen ärztlichen Rat einholen. Viele Studios bieten Einsteiger-Varianten mit längeren Pausen und gelenkschonenden Übungen an.

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