Was kostet ein Elektriker in der Schweiz?
CityHero Redaktion · 3 Min. · Updated 13.08.2026
Ein Elektriker kostet in der Schweiz meist zwischen CHF 90 und 140 pro Stunde, dazu kommen häufig eine Anfahrtspauschale von rund CHF 40–90 sowie Materialkosten. Wer nur eine Steckdose ersetzen lässt, zahlt oft mit Anfahrt eine gute Stunde Arbeit; grössere Arbeiten wie eine neue Zuleitung oder ein Sicherungskasten bewegen sich schnell im drei- bis vierstelligen Bereich. Die genaue Höhe hängt von Region, Betriebsgrösse, Qualifikation (Elektroinstallateur, Elektro-Sicherheitsberater) und Dringlichkeit ab. In diesem Ratgeber zeigen wir realistische Richtwerte für Stundenansatz, Anfahrt und Notfallzuschläge, typische Arbeiten mit ungefähren Kostenrahmen und woran du eine seriöse Offerte erkennst. Alle Preise sind Richtwerte ohne Gewähr – hol dir für dein Projekt immer mehrere konkrete Offerten ein.
Key takeaways
- Stundenansatz meist CHF 90–140, dazu Anfahrt (oft CHF 40–90) und Material – alle Angaben ohne Gewähr.
- Notfall-, Nacht- und Wochenendeinsätze kosten häufig 25–100 % Zuschlag; prüfe vorher, ob nur eine Sicherung ausgelöst hat.
- Kleine Arbeiten (Steckdose, Schalter) oft CHF 120–250; Sicherungskasten oder Wallbox schnell vierstellig.
- Seriöse Offerten sind schriftlich und listen Arbeit, Material, Anfahrt und Zuschläge getrennt auf.
- Immer 2–3 Offerten vergleichen und auf die ESTI-Installationsbewilligung achten.
Stundenansatz, Anfahrt und Kleinmaterial
Der Stundenansatz eines Elektrikers liegt in der Schweiz typischerweise bei CHF 90–140 (exkl. MwSt.). In Städten wie Zürich, Genf oder Basel tendiert er zum oberen Rand, in ländlicheren Regionen eher zum unteren. Manche Betriebe verrechnen den Lehrling oder Monteur günstiger als den ausgebildeten Elektro-Sicherheitsberater – frag nach, welcher Ansatz für deine Arbeit gilt.
Zusätzlich zum Stundenlohn fällt meist eine Anfahrtspauschale an, oft CHF 40–90 je nach Distanz, teils auch als Kilometeransatz. Kleinmaterial (Klemmen, Kabel, Steckdosen) wird entweder einzeln oder als Pauschale abgerechnet. Achte darauf, ob die Zeit ab Werkstatt oder ab deiner Haustür zählt – das macht bei kurzen Einsätzen einen spürbaren Unterschied.
Tipp: Bündle mehrere kleine Arbeiten in einem Termin. Wer Anfahrt und Grundpauschale nur einmal zahlt und in derselben Stunde gleich drei Dinge erledigen lässt, senkt den Preis pro Aufgabe deutlich. Vergleiche Elektriker in deiner Stadt auf CityHero und frag mehrere direkt und kostenlos an.
Notfall- und Wochenendzuschläge
Ein Notfalleinsatz – etwa nach einem Kurzschluss am Abend, ausgefallenem Strom oder einer verschmorten Steckdose – kostet deutlich mehr. Üblich sind Zuschläge von 25 bis 50 Prozent auf den Stundenansatz, nachts, an Wochenenden und Feiertagen teils auch das Doppelte. Manche Pikettdienste verrechnen zudem eine höhere Anfahrts- oder Ausrückpauschale.
Bevor du bei einem Stromausfall den Notdienst rufst: Prüfe zuerst, ob nur eine Sicherung (FI/LS-Schalter) ausgelöst hat. Lässt sie sich zurücksetzen und hält, war es oft ein einzelnes defektes Gerät – dann reicht ein regulärer Termin tagsüber zum Normaltarif. Echte Gefahr (Brandgeruch, Funken, freiliegende Leitungen) gehört dagegen sofort in Fachhände.
Typische Arbeiten und Richtwerte
Kleine Arbeiten wie eine Steckdose oder einen Schalter ersetzen dauern meist unter einer Stunde und kosten mit Anfahrt oft CHF 120–250. Eine Lampe oder einen Deckenauslass anschliessen bewegt sich in ähnlichem Rahmen, sofern die Verkabelung vorhanden ist.
Grössere Projekte kosten entsprechend mehr: Ein neuer Sicherungskasten (Verteiler) liegt je nach Grösse und Aufwand häufig bei CHF 1'500–4'000, das Verlegen neuer Zuleitungen oder eine Teilsanierung der Elektroinstallation schnell im vier- bis fünfstelligen Bereich. Die Installation einer E-Auto-Wallbox kostet inklusive Material und Anschluss oft CHF 1'500–3'500, abhängig von Leitungslänge und nötigem Lastmanagement.
Bei bewilligungs- oder abnahmepflichtigen Arbeiten kommt teils ein Sicherheitsnachweis (SINA) und eine unabhängige Kontrolle hinzu. Diese Positionen gehören transparent in die Offerte. Alle Zahlen sind Richtwerte ohne Gewähr – die tatsächlichen Preise variieren je nach Objekt und Region.
Seriöse Offerten erkennen
Eine gute Offerte ist schriftlich, detailliert und nachvollziehbar: getrennte Positionen für Arbeit, Material, Anfahrt und allfällige Zuschläge statt einer runden Pauschale ohne Erklärung. Angegeben sein sollten der Stundenansatz, die geschätzte Stundenzahl und ob es sich um einen Fest- oder Richtpreis (Regie) handelt. Bei Regiearbeit lohnt es sich, eine Kostenobergrenze zu vereinbaren.
Prüfe, ob der Betrieb über die nötige Installationsbewilligung des ESTI verfügt – seriöse Elektriker weisen das gerne aus. Vorsicht bei Anbietern, die am Telefon einen Fixpreis ohne Besichtigung nennen, auf Vorkasse drängen oder auffällig tiefe Lockpreise bewerben und dann beim Material aufschlagen.
Am besten holst du zwei bis drei Offerten ein und vergleichst nicht nur den Endbetrag, sondern auch, was genau enthalten ist. Über CityHero findest du geprüfte Elektriker in deiner Region und stellst mit einer einzigen Anfrage kostenlos mehrere Angebote gegenüber.
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FAQ
Was kostet ein Elektriker pro Stunde in der Schweiz?
Der Stundenansatz liegt meist zwischen CHF 90 und 140 exkl. MwSt., in Grossstädten eher höher, auf dem Land eher tiefer. Dazu kommen üblicherweise Anfahrt und Material. Die Zahlen sind Richtwerte ohne Gewähr und variieren je nach Betrieb und Qualifikation.
Wie hoch ist der Notfallzuschlag beim Elektriker?
Für Einsätze abends, nachts, an Wochenenden oder Feiertagen sind Zuschläge von rund 25 bis 50 Prozent üblich, in Randzeiten teils bis zum Doppelten. Prüfe vor dem Anruf, ob nur eine Sicherung ausgelöst hat – dann reicht oft ein regulärer Termin zum Normaltarif.
Was kostet der Ersatz einer Steckdose?
Eine einzelne Steckdose oder einen Schalter ersetzen dauert meist unter einer Stunde. Mit Anfahrt und Kleinmaterial liegt das häufig bei CHF 120–250. Wer mehrere Kleinarbeiten in einem Termin bündelt, spart, weil Anfahrt und Grundpauschale nur einmal anfallen.
Wie erkenne ich eine seriöse Elektriker-Offerte?
Eine seriöse Offerte ist schriftlich und listet Arbeit, Material, Anfahrt und Zuschläge getrennt auf, nennt Stundenansatz und geschätzten Aufwand und macht klar, ob Fest- oder Regiepreis gilt. Vorsicht bei Fixpreisen ohne Besichtigung, Vorkasse-Forderungen oder auffälligen Lockpreisen.
Braucht ein Elektriker in der Schweiz eine Bewilligung?
Ja, für Installationsarbeiten braucht der Betrieb eine Installationsbewilligung des ESTI. Seriöse Anbieter weisen das gerne aus. Bewilligungspflichtige Arbeiten erfordern zudem einen Sicherheitsnachweis (SINA) und teils eine unabhängige Kontrolle.
Wie viele Offerten sollte ich einholen?
Zwei bis drei Offerten sind ein guter Richtwert. Vergleiche nicht nur den Endbetrag, sondern auch, was enthalten ist. Über CityHero stellst du mit einer einzigen, kostenlosen Anfrage mehrere Elektriker aus deiner Region gegenüber.
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