À la carte ist das gängigste Bestellprinzip in Schweizer Restaurants. Die Speisekarte ist in Rubriken gegliedert – üblicherweise Vorspeisen, Suppen und Salate, Hauptgänge (oft getrennt nach Fleisch, Fisch und vegetarisch) sowie Desserts. Jedes Gericht ist einzeln kalkuliert und wird à la minute frisch zubereitet. Man ist völlig frei in der Kombination und in der Anzahl der Gänge.
Der Ablauf: Man setzt sich, erhält die Karte, bestellt beim Service und die Gänge kommen nacheinander aus der Küche. Anders als beim Buffet oder beim fixen Tagesmenü zahlt man nur, was man tatsächlich bestellt. Das macht à la carte besonders praktisch für Gäste mit unterschiedlichem Hunger, mit Allergien oder Unverträglichkeiten, oder wenn man nur einen einzelnen Gang essen möchte.
Preislich liegt à la carte in einem bürgerlichen Schweizer Restaurant erfahrungsgemäss bei etwa CHF 12–24 für eine Vorspeise, CHF 26–48 für einen Hauptgang und CHF 9–17 für ein Dessert (Richtwerte, ohne Gewähr, je nach Region, Lage und Niveau deutlich abweichend). Pro Gang ist à la carte oft etwas teurer als ein zusammengestelltes Menü, weil jede Position einzeln kalkuliert wird und keine Mischkalkulation greift.
Worauf achten: Ob Beilagen (Reis, Pommes, Gemüse) im Hauptgang-Preis inbegriffen sind oder extra verrechnet werden, steht meist als Fussnote auf der Karte. Viele Betriebe bieten zusätzlich zur festen Karte wechselnde Tagesempfehlungen oder saisonale Gerichte an, die mündlich vorgestellt werden – hier lohnt es sich, nach dem Preis zu fragen. In der Schweiz sind Preise inklusive Mehrwertsteuer und Bedienung ausgezeichnet; Trinkgeld ist freiwillig.