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Wurzelbehandlung

Eine Wurzelbehandlung (Wurzelkanalbehandlung) ist die Entfernung des entzündeten oder abgestorbenen Zahnnervs aus dem Inneren des Zahns. Der Zahnarzt reinigt und desinfiziert die Wurzelkanäle und füllt sie anschliessend dicht, um den eigenen Zahn zu erhalten, statt ihn zu ziehen.

Notwendig wird eine Wurzelbehandlung, wenn Bakterien das Zahnmark (die Pulpa) erreichen – meist durch tiefe Karies, einen Riss oder ein Trauma. Das Mark entzündet sich oder stirbt ab, was oft starke, pochende Schmerzen, Kälte-/Wärmeempfindlichkeit oder eine Schwellung (Abszess) verursacht. Ziel der Behandlung ist, die Infektion zu beseitigen und den Zahn funktionsfähig zu halten.

Der Ablauf: Nach einer lokalen Betäubung wird der Zahn mit einem Spanngummi (Kofferdam) trocken und keimfrei isoliert. Der Zahnarzt öffnet den Zahn, entfernt das erkrankte Gewebe und bereitet die feinen Wurzelkanäle mit dünnen Feilen auf. Die Kanäle werden intensiv gespült (meist mit Natriumhypochlorit) und desinfiziert. Zum Schluss werden sie mit einem gummiartigen Material (Guttapercha) dicht gefüllt. Je nach Situation geschieht das in einer oder zwei Sitzungen.

Eine Sitzung dauert rund 60 bis 90 Minuten. Front- und Eckzähne haben meist nur einen Kanal und sind schneller behandelt, während Backenzähne (Molaren) drei bis vier Kanäle haben und aufwendiger sind. Die Erfolgsquote ist mit rund 85 bis 95 Prozent hoch, wenn die Kanäle sauber aufbereitet und dicht verschlossen werden.

Als Richtwert (ohne Gewähr) kostet eine Wurzelbehandlung in der Schweiz je nach Zahn und Kanalzahl etwa CHF 700 bis 1500 oder mehr, hinzu kommen Aufbau und in vielen Fällen eine Krone. Die Grundversicherung zahlt in der Regel nicht – ausser die Ursache ist ein Unfall oder eine anerkannte Krankheit gemäss KVG.

Worauf man achten sollte: Ein wurzelbehandelter Zahn ist spröder und bruchgefährdeter, besonders bei Backenzähnen. Deshalb wird oft eine überkronende Versorgung (Krone) empfohlen. Die Alternative wäre das Ziehen des Zahns mit späterem Implantat oder einer Brücke – meist teurer und mit Verlust des eigenen Zahns.

Beispiel

Ein Backenzahn pocht nachts und reagiert stark auf Kalt und Warm; das Röntgenbild zeigt eine Entzündung an der Wurzelspitze. In der ersten Sitzung werden die Kanäle gereinigt und ein desinfizierendes Medikament eingelegt, in der zweiten folgt die dichte Wurzelfüllung. Danach wird der Zahn mit einer Keramikkrone stabilisiert. Die eigentliche Wurzelbehandlung kostet rund CHF 1200, die Krone kommt separat dazu.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Wurzelbehandlung in der Schweiz?

Als grober Richtwert (ohne Gewähr) etwa CHF 700 bis 1500, je nach Zahn und Anzahl Kanäle – ein einwurzeliger Frontzahn ist günstiger als ein Molar mit vier Kanälen. Aufbau und Krone kommen separat dazu.

Tut eine Wurzelbehandlung weh?

Die Behandlung selbst erfolgt unter lokaler Betäubung und ist heute weitgehend schmerzfrei. Die Schmerzen entstehen vor allem durch die Entzündung davor. Nach der Behandlung kann der Zahn einige Tage druckempfindlich sein.

Wurzelbehandlung oder Zahn ziehen – was ist besser?

Wenn der Zahn erhaltungswürdig ist, ist die Wurzelbehandlung meist die bessere Wahl: Der eigene Zahn bleibt erhalten und ist oft günstiger als ein Implantat. Ist der Zahn zu stark zerstört, kann das Ziehen mit späterem Ersatz sinnvoller sein.

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