Bei einer Blondierung wird eine Mischung aus alkalischem Blondierpulver und Wasserstoffperoxid (dem sogenannten Oxidationsmittel oder Entwickler) auf das Haar aufgetragen. Das Alkali öffnet die Schuppenschicht, das Peroxid dringt in den Haarschaft ein und oxidiert die Melaninpigmente, sodass sie ihre Farbe verlieren. Wie stark aufgehellt wird, steuert die Konzentration des Entwicklers: von rund 3 % (10 Vol.) für eine dezente Aufhellung bis 12 % (40 Vol.) für maximale Kraft. Die Coiffeuse beurteilt vor der Behandlung Ausgangston, Haarstruktur und Vorschädigung – dunkles oder bereits gefärbtes Haar braucht mehr Zeit oder mehrere Durchgänge als von Natur aus helles Haar.\n\nDer Ablauf hängt von der gewünschten Technik ab. Bei einer Ganzkopf-Blondierung wird das Pulver Strähne für Strähne verteilt, wobei die Längen und Spitzen wegen der aufgestauten Wärme am Kopf oft anders behandelt werden als der Ansatz. Bei Foliensträhnen (Highlights) oder Balayage wird nur ein Teil der Haare aufgehellt, was einen natürlicheren, weicheren Effekt ergibt und den nachwachsenden Ansatz weniger sichtbar macht. Nach dem Auswaschen folgt fast immer ein Toner oder eine Tönung, um Gelb- oder Orangestiche zu neutralisieren und das gewünschte Blond – von Aschblond bis Platin – einzustellen.\n\nGrundsätzlich lässt sich fast jeder Haartyp blondieren, doch nicht jedes Haar verträgt jede Zielhelligkeit in einem Termin. Feines, gesundes Naturhaar hellt schnell auf; dickes, dunkles oder mehrfach gefärbtes Haar sowie Haar mit Rotanteilen ist widerspenstiger und braucht oft mehrere Sitzungen. Da die Blondierung die Schuppenschicht öffnet und Struktur beansprucht, ist der Zustand des Haars entscheidend: Stark strapaziertes oder mit Metallsalzen (manche Naturfarben) behandeltes Haar kann brechen. Ein seriöser Coiffeur macht deshalb eine Haaranalyse und rät im Zweifel zu einem schonenderen, mehrstufigen Vorgehen. Für die Kopfhaut empfiehlt sich bei Ansatzblondierungen ein Verträglichkeitstest.\n\nDie Dauer variiert stark: Eine reine Ansatzblondierung dauert etwa 45 bis 90 Minuten, eine Ganzkopf-Aufhellung mit Toner rund 1,5 bis 2,5 Stunden, aufwändige Balayage- oder Foliensträhnen-Techniken inklusive Einwirkzeit und Toning gerne 2 bis 4 Stunden. Haltbarkeit: Die Aufhellung selbst ist dauerhaft, weil das Pigment abgebaut bleibt – sichtbar wird aber der nachwachsende Ansatz, bei Ganzkopf-Blond meist nach vier bis acht Wochen. Der Toner verblasst schneller (ca. 4–6 Wochen), weshalb ein Silbershampoo gegen Gelbstich und regelmässige Pflege wichtig sind. Zur Pflege gehören Feuchtigkeit und Reparatur: Bond-Builder (z. B. während der Behandlung eingesetzte Pflegezusätze), Masken, Hitzeschutz und der Verzicht auf zu heisses Styling erhalten Griff und Glanz.\n\nAls grober Schweizer Preisrahmen (ohne Gewähr, je nach Region, Salon und Haarlänge): Ansatzblondierung ca. CHF 80–150, Ganzkopf-Blondierung inkl. Toner ca. CHF 130–250, Foliensträhnen ca. CHF 120–250 und Balayage bei langem Haar häufig CHF 180–400 oder mehr. Sehr lange, dicke oder mehrfach zu behandelnde Haare sowie Premium-Salons in Zürich, Genf oder Basel liegen tendenziell am oberen Ende. Auf CityHero lassen sich die Preise verschiedener Coiffeure vergleichen, bevor du einen Termin buchst.
Blondierung
Eine Blondierung ist eine chemische Aufhellung, bei der das natürliche oder gefärbte Pigment (Melanin) im Haar durch ein Gemisch aus Blondierpulver und Wasserstoffperoxid oxidativ abgebaut wird. Anders als eine Farbe fügt sie keinen Ton hinzu, sondern entzieht Farbe – das Haar wird schrittweise heller, von Rotbraun über Orange und Gelb bis zu hellem Blond.
Beispiel
Eine Kundin mit von Natur aus dunkelbraunem, schulterlangem Haar möchte ein kühles Aschblond, ohne alle vier Wochen zum Nachfärben zu müssen. Der Coiffeur rät statt einer Ganzkopf-Blondierung zu einer Balayage: Nur ausgewählte Strähnen werden freihändig aufgehellt und mit einem aschigen Toner abgestimmt, sodass ein weicher Verlauf entsteht. Weil das Haar dunkel und dick ist, plant der Salon zwei Sitzungen im Abstand von einigen Wochen ein, um Bruch zu vermeiden – der herauswachsende Ansatz bleibt dank der weichen Übergänge lange unauffällig.
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Häufige Fragen
Was kostet eine Blondierung in der Schweiz?
Als grobe Richtwerte (ohne Gewähr): Ansatzblondierung ca. CHF 80–150, Ganzkopf-Blondierung inkl. Toner ca. CHF 130–250, Foliensträhnen ca. CHF 120–250 und Balayage bei langem Haar oft CHF 180–400 oder mehr. Der Preis hängt stark von Haarlänge, Ausgangston, gewünschter Technik und Region ab. Auf CityHero kannst du die Coiffeur-Preise vergleichen, bevor du buchst.
Wie schädlich ist eine Blondierung für das Haar?
Blondieren öffnet die Schuppenschicht und baut Pigment ab, was die Struktur beansprucht – gesundes Haar verträgt das in der Regel gut, stark strapaziertes oder mehrfach gefärbtes Haar kann jedoch brechen. Entscheidend sind eine fachgerechte Analyse, die passende Entwicklerstärke, der Einsatz von Bond-Buildern und gute Pflege danach. Ein seriöser Coiffeur hellt dunkles Haar lieber in mehreren Sitzungen auf, statt alles auf einmal zu erzwingen.
Wie oft muss ich zum Nachblondieren?
Die Aufhellung selbst ist dauerhaft, sichtbar wird aber der nachwachsende Ansatz. Bei einer Ganzkopf-Blondierung ist das meist nach vier bis acht Wochen der Fall, bei Balayage oder Foliensträhnen deutlich später, weil die Übergänge weicher sind. Der Toner verblasst nach etwa vier bis sechs Wochen – ein Silbershampoo hält den kühlen Ton länger frisch.