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Spachteln (Verspachteln)

Spachteln bezeichnet das Auftragen und Glätten einer pastösen Spachtelmasse, um Löcher, Risse, Fugen und Unebenheiten auszugleichen und eine ebene Fläche zu schaffen. Es ist der zentrale Vorbereitungsschritt, bevor eine Wand gestrichen oder tapeziert oder ein Boden belegt wird.

Beim Spachteln (auch Verspachteln oder Verputzen im Feinbereich) wird mit einem Spachtel oder einer Glättkelle eine Masse aufgetragen, die nach dem Trocknen geschliffen werden kann. Ziel ist eine glatte, ebene und rissfreie Fläche als Basis für den weiteren Aufbau. An der Wand betrifft das etwa das Füllen von Dübellöchern, das Überarbeiten von Gipskartonfugen und das ganzflächige Glätten (Q-Stufen im Trockenbau). Am Boden gleicht Spachtel- bzw. Ausgleichsmasse kleine Höhenunterschiede und Unebenheiten des Estrichs aus.

Man unterscheidet grob zwischen Füllspachtel (für einzelne Löcher und Risse), Flächenspachtel (für das ganzflächige Glätten) und selbstverlaufender Nivellier- bzw. Ausgleichsmasse im Bodenbereich. Fein- oder Finish-Spachtel ergibt besonders glatte Oberflächen, wie sie für Glanzanstriche oder streiflichtempfindliche Wände nötig sind.

Der Ablauf: Untergrund reinigen und bei Bedarf grundieren, Masse anrühren oder gebrauchsfertig auftragen, in ein oder mehreren Schichten glattziehen, trocknen lassen und anschliessend schleifen. Oft sind zwei Durchgänge nötig, weil die Masse beim Trocknen leicht schwindet. Der geschliffene Staub wird entfernt, dann folgt Grundierung und Anstrich bzw. Belag.

Spachteln ist immer dann nötig, wenn der Untergrund beschädigt, uneben, offenporig oder frisch verputzt ist. Der Aufwand richtet sich stark nach dem Zustand: Ein paar Löcher sind schnell erledigt, eine ganzflächige Glättung streiflichtsicherer Wände ist deutlich arbeitsintensiver.

Als Richtwert kostet einfaches Ausbessern und Spachteln in der Schweiz oft CHF 10 bis 25 pro m², ganzflächiges Glattspachteln bei anspruchsvollen Oberflächen auch mehr. Häufig ist das Spachteln als Vorarbeit Teil der Maler- oder Bodenleger-Offerte (Richtwerte, ohne Gewähr).

Beispiel

Nach dem Auszug bleiben zahlreiche Dübellöcher und Haarrisse in der Wand. Der Maler verspachtelt sie, lässt die Masse trocknen, schleift die Stellen glatt und grundiert – erst danach deckt der neue Anstrich fleckenfrei und ohne sichtbare Ausbesserungen.

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Häufige Fragen

Was kostet Spachteln pro m²?

Einfaches Ausbessern und Spachteln kostet in der Schweiz oft CHF 10 bis 25 pro m². Ganzflächiges Glattspachteln streiflichtsicherer Wände ist teurer. Häufig ist Spachteln als Vorarbeit bereits in der Maler- oder Bodenleger-Offerte enthalten (ohne Gewähr).

Was ist der Unterschied zwischen Spachteln und Verputzen?

Verputzen bringt eine dickere, tragende Putzschicht auf (Grund- oder Deckputz). Spachteln ist der feinere Schritt danach: eine dünne Masse zum Füllen von Löchern, Rissen und zum Glätten, die anschliessend geschliffen wird.

Muss man nach dem Spachteln immer schleifen und grundieren?

In der Regel ja. Nach dem Trocknen wird die Spachtelstelle glatt geschliffen und der Staub entfernt. Weil Spachtelmasse stark saugt, folgt vor dem Anstrich meist eine Grundierung, damit die Farbe gleichmässig deckt.

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