Ein Implantat besteht aus drei Teilen: dem Implantatkörper (einer schraubenförmigen künstlichen Wurzel im Knochen), einem Verbindungsstück (Abutment) und der sichtbaren Versorgung darauf, meist einer Krone. Anders als eine Brücke belastet ein Implantat die Nachbarzähne nicht, weil diese nicht beschliffen werden müssen.
Der Ablauf beginnt mit einer genauen Planung, oft mit einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme (DVT), um Knochenangebot und Nervverläufe zu beurteilen. Das Implantat wird unter lokaler Betäubung in den Kiefer eingesetzt. Danach folgt die Einheilphase (Osseointegration), in der der Knochen fest mit dem Implantat verwächst – üblicherweise sechs bis zwölf Wochen, bei aufwendigen Fällen bis zu einigen Monaten. Anschliessend werden Abutment und Krone gesetzt. Bei zu wenig Knochen kann vorher ein Knochenaufbau nötig sein.
Geeignet ist ein Implantat für Menschen mit ausreichend Knochen, gesundem Zahnfleisch und guter Mundhygiene. Rauchen und unbehandelte Parodontitis verschlechtern die Prognose. Bei guter Pflege halten Implantate häufig zehn bis zwanzig Jahre oder länger.
Als Richtwert (ohne Gewähr) kostet ein Einzelimplantat inklusive Krone in der Schweiz etwa CHF 3000 bis 5000; mit Knochenaufbau oder mehreren Implantaten entsprechend mehr. Die Grundversicherung übernimmt Implantate in der Regel nicht.
Worauf man achten sollte: Damit ein Implantat lange hält, ist konsequente Pflege und regelmässige Dentalhygiene entscheidend – sonst droht eine Entzündung des umliegenden Gewebes (Periimplantitis). Eine sorgfältige Planung und Erfahrung des Behandlers sind ebenfalls wichtig.