Der VKU umfasst acht Lektionen zu je 45 Minuten, üblicherweise verteilt auf vier Abende zu je zwei Lektionen. Anders als die Basistheorie geht es hier nicht um Faktenwissen, sondern um Verkehrssinn: Wie nehme ich Gefahren rechtzeitig wahr? Wie funktioniert der «Blick-Technik»- und Beobachtungsprozess? Wie verhalte ich mich rücksichtsvoll gegenüber Fussgängern, Velofahrern und anderen? Auch Themen wie Reaktionszeit, Anhalteweg, Ablenkung und Alkohol werden behandelt.
Der VKU ist Pflicht für alle Ersterwerber der Kategorien B (Auto) und A (Motorrad) und muss vor der praktischen Prüfung absolviert sein – ohne VKU-Bescheinigung werden Sie nicht zur praktischen Prüfung zugelassen. Sinnvollerweise besucht man ihn, wenn man den Lernfahrausweis bereits hat und schon etwas Fahrpraxis mitbringt, weil die Inhalte dann besser mit der eigenen Erfahrung verknüpft werden können.
Der Kurs muss vollständig besucht werden; eine Prüfung gibt es nicht, aber die Teilnahme wird bestätigt. Die VKU-Bescheinigung hat eine begrenzte Gültigkeit (üblicherweise 24 Monate) – wer danach nicht zur praktischen Prüfung antritt, muss den Kurs unter Umständen wiederholen.
Als preislicher Richtwert gelten in der Schweiz rund CHF 200 bis 260 für die vier Abende (ohne Gewähr, je nach Fahrschule und Region). Damit gehört der VKU zu den kalkulierbaren Fixkosten der Fahrausbildung. Buchen Sie ihn frühzeitig, denn beliebte Termine (Abende, Wochenenden) sind schnell ausgebucht.
Wichtig: Der VKU wird oft mit der Basistheorie verwechselt. Merksatz: Basistheorie = Wissensprüfung am Anfang (für den Lernfahrausweis), VKU = Pflichtkurs im Klassenverband gegen Ende (für die praktische Prüfung).