Bei der Achsvermessung wird das Fahrzeug auf einen speziellen Prüfstand gefahren und die Winkel der Räder werden mit Messsensoren oder Kameras exakt erfasst. Zentrale Werte sind die Spur (zeigen die Räder von oben leicht nach innen oder aussen), der Sturz (Neigung des Rades zur Senkrechten) und der Nachlauf. Der Techniker vergleicht die Ist-Werte mit den Sollwerten des Herstellers und stellt Abweichungen über die Spurstangen und weitere Einstellpunkte nach.
Eine fehlerhafte Achsgeometrie entsteht zum Beispiel durch das Überfahren von Schlaglöchern oder Trottoirkanten, nach einem Unfall oder nach Arbeiten am Fahrwerk (neue Spurstangen, Federn, Querlenker). Typische Symptome sind ein einseitiger, sägezahnartiger Reifenverschleiss, ein zur Seite ziehendes Auto, ein schiefes Lenkrad bei Geradeausfahrt oder ein unruhiges Fahrverhalten.
Eine korrekte Einstellung bringt gleich mehrere Vorteile: gleichmässiger und damit längerer Reifenverschleiss, besserer Geradeauslauf, präziseres Lenkverhalten und ein etwas tieferer Verbrauch, weil weniger Rollwiderstand entsteht. Sinnvoll ist eine Kontrolle nach jedem Fahrwerkseingriff, beim Wechsel auf neue Reifen und wenn eines der genannten Symptome auftritt.
Als Richtwert (ohne Gewähr): Eine reine Achsvermessung (Messung und Protokoll) kostet rund CHF 80–150. Kommt die Einstellung der Spur dazu, liegt man je nach Aufwand und Achsen bei etwa CHF 120–250. Fahrzeuge mit einstellbarer Hinterachse oder aufwendiger Mehrlenker-Aufhängung können teurer sein. Der Termin dauert meist 45 bis 90 Minuten.