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Amuse-Bouche

Ein Amuse-Bouche (französisch «Mundvergnügen») ist ein kleiner, kostenloser Gruss aus der Küche, der vor der eigentlichen Vorspeise serviert wird. Er stimmt auf das Essen ein und zeigt die Handschrift des Küchenchefs – man bestellt ihn nicht und bezahlt ihn nicht.

Das Amuse-Bouche – auch «Gruss aus der Küche» oder früher «Amuse-Gueule» genannt – ist ein einzelner, mundgerechter Happen, der ungefragt und gratis an den Tisch kommt, sobald die Gäste bestellt haben. Es ist ein Gastfreundschaftszeichen und eine kleine Visitenkarte der Küche: In einem oder zwei Bissen soll es Appetit machen, die Sinne wecken und einen Vorgeschmack auf Stil und Qualität geben.

Typischerweise besteht ein Amuse-Bouche aus wenigen, präzise abgestimmten Komponenten – etwa ein Löffel Suppe, eine kleine Tartelette, ein Häppchen mariniertes Gemüse, ein Espuma (Schaum) oder ein kleines Stück Fisch. Es wird meist nach der Bestellung und vor der Vorspeise gereicht, oft während man auf den ersten Gang wartet. Häufig erklärt der Service kurz, was serviert wird. In gehobenen Menüs kann es auch mehrere solcher Grüsse hintereinander geben.

Man findet Amuse-Bouches vor allem in gehobenen Restaurants, in Betrieben mit Gault-Millau-Punkten oder Michelin-Auszeichnung und generell dort, wo ein Mehrgang-Menü im Zentrum steht. In einfachen Bistros oder beim Tagesmenü sind sie unüblich. Da sie ein Geschenk der Küche sind, tauchen sie nicht auf der Rechnung auf – man muss und kann sie nicht extra bestellen.

Worauf achten: Wer Allergien oder Unverträglichkeiten hat, sollte diese bereits bei der Reservation oder Bestellung nennen, denn das Amuse-Bouche kommt unaufgefordert und enthält teils Nüsse, Meeresfrüchte, Gluten oder Alkohol. Vegetarier und Veganer weisen am besten vorab darauf hin, damit die Küche einen passenden Gruss vorbereitet. Nicht zu verwechseln mit dem «Pre-Dessert» – einem kleinen süssen Gruss vor dem eigentlichen Dessert.

Beispiel

In einem Gault-Millau-Restaurant im Wallis bestellt ein Paar ein Vier-Gang-Menü. Bevor die Vorspeise kommt, bringt der Service zwei kleine Gläschen: einen kalten Schaum von der Randen mit einem Tupfer Ziegenfrischkäse und geröstetem Buchweizen. Der Kellner erklärt die Komponenten, das Paar isst den Happen in zwei Löffeln – ein Gruss, der nichts kostet und die Vorfreude auf das Menü steigert.

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Häufige Fragen

Muss man ein Amuse-Bouche bezahlen?

Nein. Das Amuse-Bouche ist ein kostenloser Gruss aus der Küche und erscheint nicht auf der Rechnung. Man bestellt es auch nicht – es kommt unaufgefordert, sobald man seine Speisen gewählt hat.

Was ist der Unterschied zwischen Amuse-Bouche und Vorspeise?

Das Amuse-Bouche ist ein einzelner, gratis Happen von ein bis zwei Bissen, den die Küche vor der Vorspeise schickt. Die Vorspeise ist ein regulärer, bestellter und bezahlter Gang in normaler Portionsgrösse und Teil des Menüs oder der Karte.

In welchen Restaurants gibt es Amuse-Bouches?

Vor allem in gehobenen Betrieben mit Mehrgang-Menüs, etwa mit Gault-Millau-Punkten oder Michelin-Auszeichnung. In einfachen Bistros, bei Tagesmenüs oder in der Schnellgastronomie sind sie unüblich.

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