Ein Audiogramm ist das Ergebnisblatt eines Hörtests (Tonaudiometrie). Auf der waagrechten Achse stehen die Frequenzen von tiefen bis hohen Tönen, auf der senkrechten die Lautstärke in Dezibel. Für jedes Ohr wird eine Kurve eingezeichnet, die Ihre individuelle Hörschwelle abbildet. Je weiter unten die Kurve verläuft, desto besser hören Sie in diesem Bereich.
Beim Test sitzen Sie in einer ruhigen Kabine mit Kopfhörern. Sie hören nacheinander Töne in verschiedenen Höhen und Lautstärken und geben per Knopfdruck an, sobald Sie etwas wahrnehmen. Ergänzt wird das oft durch einen Sprachtest (Verstehen von Wörtern) und die Knochenleitung, um die Art der Hörminderung einzugrenzen. Der Test ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten.
Sinnvoll ist ein Audiogramm, wenn Sie Gespräche in lauter Umgebung schlecht verstehen, den Fernseher lauter drehen, häufig nachfragen oder ein Pfeifen im Ohr (Tinnitus) bemerken. Auch vor der Anpassung von Hörgeräten und bei beruflicher Lärmbelastung ist es Standard.
Achten Sie auf eine fachgerechte Durchführung durch HNO-Ärztinnen oder Hörakustiker mit geeichten Geräten und einer ruhigen Testumgebung. Ein einzelner Test ist eine Momentaufnahme; bei unklaren Ergebnissen lohnt sich eine zweite Messung. Die Kosten hängen von Anbieter, Umfang und ärztlicher Verordnung ab.