Es gibt drei Hauptvarianten. Beim In-Office-Bleaching wird in der Praxis ein hochkonzentriertes Gel aufgetragen, teils mit Licht aktiviert – das Ergebnis ist sofort sichtbar. Beim Home-Bleaching trägt man ein schwächeres Gel über ein bis zwei Wochen selbst in eine individuell angefertigte Schiene ein. Häufig werden beide Methoden kombiniert. Drogerie- und Streifenprodukte enthalten meist deutlich schwächere Wirkstoffe und wirken langsamer.
Der Ablauf in der Praxis: Zuerst werden die Zähne gereinigt (idealerweise mit einer Dentalhygiene) und der Ausgangston bestimmt. Das Zahnfleisch wird mit einem Schutzlack abgedeckt, dann wird das Gel in zwei bis drei Zyklen aufgetragen. Eine Sitzung dauert rund 60 bis 90 Minuten. Beim Home-Bleaching trägt man die Schiene je nach Präparat nachts oder für einige Stunden am Tag.
Geeignet ist Bleaching für gesunde Zähne ohne unbehandelte Karies und mit intaktem Zahnfleisch. Vor der Behandlung sollte eine Kontrolle und Reinigung erfolgen. Während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei freiliegenden Zahnhälsen ist Zurückhaltung geboten. Wichtig zu wissen: Kronen, Füllungen und Verblendungen hellen nicht mit auf und müssen bei Bedarf danach angepasst werden. Eine vorübergehende Empfindlichkeit der Zähne ist häufig, klingt aber nach ein bis zwei Tagen wieder ab.
Als Richtwert (ohne Gewähr) kostet ein In-Office-Bleaching in der Schweiz etwa CHF 400 bis 800, ein Home-Bleaching-Set aus der Praxis rund CHF 300 bis 500. Da Bleaching rein kosmetisch ist, wird es nicht von der Krankenkasse übernommen.
Das Ergebnis hält je nach Lebensstil rund ein bis drei Jahre. Wer viel Kaffee, Tee, Rotwein trinkt oder raucht, verfärbt sich schneller wieder – eine gelegentliche Auffrischung mit der Schiene verlängert den Effekt.