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Brasserie

Eine Brasserie ist ein ungezwungenes, meist französisch geprägtes Gasthaus mit durchgehend warmer Küche und klassischen Gerichten. Das Wort bedeutet ursprünglich «Brauerei» – historisch waren Brasserien Lokale, die eigenes Bier ausschenkten und dazu einfache, deftige Speisen servierten.

Die Brasserie ist ein Restauranttyp mit klarer Herkunft: Im 19. Jahrhundert bezeichnete das französische Wort «brasserie» eine Brauerei-Gaststätte, die eigenes Bier ausschenkte. Daraus wurde ein eigenständiger Typ zwischen einfachem Café und gehobenem Restaurant – lebhaft, unkompliziert und mit einer verlässlichen Karte klassischer Gerichte. Typisch sind eine grosse, oft ganztägig geöffnete Küche, eine gut sortierte Getränkeauswahl (Bier, offene Weine) und ein geradliniges, brasserie-typisches Ambiente mit Spiegeln, Bistrostühlen und weissen Tischtüchern oder Papierauflagen.

Auf der Karte einer Brasserie stehen bewährte Klassiker: Steak Frites, Entrecôte mit Café-de-Paris-Butter, Moules Frites (Muscheln mit Pommes), Zwiebelsuppe, Choucroute (Sauerkrautplatte), Terrinen, Austern und Plateaux de fruits de mer, dazu Desserts wie Crème brûlée oder Mousse au chocolat. Der grosse Unterschied zum klassischen Restaurant: In der Brasserie wird oft durchgehend serviert – man bekommt auch um 15 oder 16 Uhr eine warme Mahlzeit, während viele Restaurants zwischen Mittag- und Abendservice die Küche schliessen.

Für wen und wann: Die Brasserie eignet sich für unkomplizierte Anlässe – ein spontanes Mittagessen, ein spätes Essen ausserhalb der üblichen Zeiten, ein geselliges Abendessen ohne grosses Zeremoniell. Man kann meist ohne Reservation vorbeikommen (bei grösseren Gruppen und abends aber empfehlenswert). Preislich liegt eine Brasserie in der Schweiz erfahrungsgemäss beim Hauptgang etwa bei CHF 24–42, ein Entrecôte oder Meeresfrüchte-Plateau höher (Richtwerte, ohne Gewähr).

Worauf achten: Zur Abgrenzung – ein «Bistro» ist meist kleiner und noch einfacher, ein «Café» fokussiert auf Getränke und kleine Speisen, und ein klassisches «Restaurant» hat oft feste Servicezeiten und ein formelleres Konzept. Eine «Brasserie» steht dazwischen: bodenständige Küche in gepflegtem, aber ungezwungenem Rahmen mit langen Öffnungszeiten. In der Schweiz findet man Brasserien vor allem in Städten und in der Romandie besonders zahlreich.

Beispiel

Ein Reisender kommt um 15.30 Uhr in Lausanne an – zwischen Mittag- und Abendservice, viele Restaurantküchen sind zu. Er geht in eine Brasserie am Bahnhof, wo durchgehend gekocht wird, und bestellt Steak Frites für CHF 34 mit einem offenen Glas Wein. Ohne Reservation, ohne Wartezeit, mit einer warmen, klassischen Mahlzeit zur untypischen Stunde – genau dafür ist die Brasserie da.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brasserie, Bistro und Restaurant?

Eine Brasserie ist ein lebhaftes Lokal mit klassischer Küche und langen, oft durchgehenden Öffnungszeiten. Ein Bistro ist kleiner und einfacher, ein klassisches Restaurant meist formeller mit festen Servicezeiten. Die Brasserie liegt dazwischen: bodenständig, aber gepflegt.

Kann man in einer Brasserie auch am Nachmittag warm essen?

Meist ja. Der grösste Vorteil der Brasserie ist die oft durchgehend geöffnete Küche – auch zwischen Mittag- und Abendservice, wenn viele klassische Restaurants geschlossen haben, bekommt man dort eine warme Mahlzeit.

Was kostet ein Essen in einer Brasserie in der Schweiz?

Als Richtwert liegt ein Hauptgang etwa bei CHF 24–42, Klassiker wie Entrecôte oder ein Meeresfrüchte-Plateau höher (ohne Gewähr). Damit ist die Brasserie günstiger als Spitzengastronomie, aber gehobener als ein einfaches Café.

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