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Carpaccio

Carpaccio ist eine italienische Vorspeise aus hauchdünn geschnittenem, rohem Rindfleisch, das mit Olivenöl, Zitrone, Parmesan und Rucola angerichtet wird. Es wird kalt serviert und gilt als leichter, eleganter Auftakt eines Menüs.

Klassisches Carpaccio besteht aus rohem Rindsfilet, das leicht angefroren und dann mit einem sehr scharfen Messer oder auf der Aufschnittmaschine hauchdünn geschnitten wird. Die Scheiben werden flach auf dem Teller ausgelegt, teils zwischen Klarsichtfolie noch dünner geklopft. Angerichtet wird es mit gutem Olivenöl, Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer sowie oft mit Parmesanspänen und Rucola. Das Gericht wurde in den 1950er-Jahren in Venedig erfunden und nach dem Renaissancemaler Vittore Carpaccio benannt, dessen Bilder für ihr kräftiges Rot bekannt waren.

Da das Fleisch roh bleibt, sind absolute Frische und einwandfreie Kühlkette entscheidend. Verwendet wird nur mageres, sehniges freies Filet von hoher Qualität. Serviert wird Carpaccio gut gekühlt und meist unmittelbar vor dem Verzehr angerichtet, damit das Fleisch nicht durch die Zitronensäure «gart» und grau wird. Es kommt ohne Kochen aus – die «Zubereitung» besteht im dünnen Schneiden und im Anrichten.

Carpaccio ist ein leichter, eiweissreicher Starter und passt gut zu einem mehrgängigen Essen, im Sommer auch als leichte Hauptmahlzeit mit Brot und Salat. Neben der Rindsvariante gibt es heute viele Abwandlungen: Carpaccio vom Thunfisch oder Lachs (Fisch), vom Rehrücken, oder vegetarisch aus dünn gehobelten Randen (Roter Bete), Zucchini oder Pilzen. Der Begriff steht heute allgemein für «hauchdünn aufgeschnitten und roh oder mariniert serviert».

Worauf achten: Wer rohes Fleisch meidet (etwa in der Schwangerschaft), sollte Carpaccio besser weglassen oder eine Gemüsevariante wählen. Gutes Carpaccio schmeckt frisch und nicht muffig; die Scheiben sollen zart, gleichmässig dünn und leuchtend rot sein. Zu viel Zitrone kann den feinen Fleischgeschmack überdecken.

Als Vorspeise kostet Rindscarpaccio in einem Schweizer Restaurant je nach Betrieb etwa CHF 18 bis 28; Fisch- oder Trüffelvarianten liegen höher (Richtwert, ohne Gewähr).

Beispiel

Zum Auftakt eines Menüs bestellt ein Gast ein Rindscarpaccio: hauchdünne, leuchtend rote Fleischscheiben mit Olivenöl, Zitrone, Parmesanspänen und Rucola, dazu geröstetes Brot – eine leichte Vorspeise für rund CHF 24.

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Häufige Fragen

Was kostet Carpaccio im Restaurant?

Als Vorspeise liegt Rindscarpaccio meist bei etwa CHF 18 bis 28. Varianten mit Fisch, Trüffel oder als grössere Portion sind teurer, vegetarische Gemüse-Carpaccios oft etwas günstiger (Richtwerte, ohne Gewähr).

Ist Carpaccio roh und ist das bedenklich?

Ja, klassisches Carpaccio ist rohes Rindfleisch. Bei einwandfreier Frische und Kühlung ist es unbedenklich. Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Schwangere sollten rohes Fleisch jedoch meiden und eher eine Gemüse- oder gegarte Variante wählen.

Was ist der Unterschied zwischen Carpaccio und Tatar?

Carpaccio besteht aus hauchdünn geschnittenen, ganzen Fleischscheiben, die flach angerichtet werden. Tatar ist fein gehacktes oder geschabtes rohes Fleisch, das gewürzt und oft zu einer Nocke geformt wird. Beide sind roh, unterscheiden sich aber in Schnitt und Textur.

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