CityHero

Degustationsmenü

Ein Degustationsmenü (auch «Tasting-Menü» oder «Menu dégustation») ist eine festgelegte Abfolge vieler kleiner Gänge, die der Küchenchef zusammenstellt, um seine Handschrift und die Saison zu zeigen. Statt grosser Portionen kostet man sich in fünf, sieben oder mehr Gängen durch das Können der Küche.

Beim Degustationsmenü gibt nicht der Gast, sondern die Küche den Takt vor. Der Küchenchef stellt eine durchdachte Abfolge von meist fünf bis zwölf kleinen Gängen zusammen, die aufeinander aufbauen – von leicht zu kräftig, oft mit einem roten Faden aus Saison, Region oder einem Thema. Jeder Gang ist eine reduzierte, präzise Portion, sodass man am Ende viele Geschmackserlebnisse hatte, ohne übermässig satt zu sein. Es ist die intensivste Art, eine gehobene Küche kennenzulernen.

Der Ablauf zieht sich bewusst in die Länge: Ein Degustationsmenü dauert je nach Anzahl Gänge häufig zwei bis vier Stunden. Zwischen den Gängen gibt es Pausen, oft ergänzt durch Amuse-Bouches und ein Pre-Dessert. Viele Restaurants bieten dazu eine «Weinbegleitung» (Flight) an – zu jedem oder jedem zweiten Gang ein passendes Glas Wein, alternativ eine alkoholfreie Begleitung mit Säften, Tees oder Fermenten. Häufig muss das ganze Tischgesellschaft dasselbe Menü nehmen, und es wird um Vorbestellung gebeten.

Für wen und wann: Ein Degustationsmenü eignet sich für besondere Anlässe – Jahrestage, Geschäftsessen, kulinarische Entdeckungsreisen – und für Gäste, die Zeit mitbringen und sich überraschen lassen wollen. Man findet es vor allem in Betrieben mit Gault-Millau-Punkten oder Michelin-Sternen. Preislich bewegt sich ein Degustationsmenü in der Schweiz erfahrungsgemäss von etwa CHF 120–180 für ein kürzeres Menü bis CHF 250–400 und mehr in der Spitzengastronomie; die Weinbegleitung schlägt oft mit zusätzlichen CHF 80–200 zu Buche (Richtwerte, ohne Gewähr).

Worauf achten: Allergien, Unverträglichkeiten sowie vegetarische oder vegane Wünsche unbedingt bei der Reservation angeben – die Küche plant das Menü im Voraus und kann kurzfristig oft nicht umstellen. Man sollte genügend Zeit einplanen und nicht mit grossem Hunger «wie beim Hauptgang» rechnen; die Summe der kleinen Gänge macht satt. Wer nur einzelne Gänge möchte, ist mit à la carte besser bedient – ein Degustationsmenü wird meist nur als Ganzes und oft für den ganzen Tisch angeboten.

Beispiel

Zum Hochzeitstag reserviert ein Paar in einem Michelin-Restaurant am Zürichsee ein sieben-Gang-Degustationsmenü für CHF 210 pro Person, dazu die alkoholfreie Begleitung für CHF 90. Der Abend beginnt mit einem Amuse-Bouche, es folgen sieben präzise kleine Gänge vom marinierten Felchen bis zum Reh, dazwischen ein Pre-Dessert. Nach dreieinhalb Stunden verlassen sie das Lokal – satt, aber nicht überladen, mit vielen neuen Geschmackseindrücken.

Anbieter & Preise vergleichen

Finde passende Anbieter und vergleiche Preise:

Häufige Fragen

Was kostet ein Degustationsmenü in der Schweiz?

Als Richtwert reicht die Spanne von etwa CHF 120–180 für ein kürzeres Menü bis CHF 250–400 und mehr in der Spitzengastronomie (ohne Gewähr). Die optionale Weinbegleitung kommt häufig mit CHF 80–200 dazu. Der Preis richtet sich nach Anzahl Gänge und Niveau des Hauses.

Wie lange dauert ein Degustationsmenü?

Je nach Anzahl Gänge meist zwei bis vier Stunden. Die Gänge kommen bewusst mit Pausen, dazu Amuse-Bouches und ein Pre-Dessert. Man sollte den ganzen Abend einplanen und nicht unter Zeitdruck kommen.

Was ist der Unterschied zwischen Degustationsmenü und à la carte?

Beim Degustationsmenü stellt die Küche eine feste Abfolge vieler kleiner Gänge zusammen, meist für den ganzen Tisch. À la carte wählt man einzelne Gerichte in normaler Portionsgrösse frei selbst. Das Degustationsmenü zeigt die volle Handschrift der Küche, à la carte bietet mehr Flexibilität.

← Alle Begriffe im Glossar