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Dentalhygiene

Die Dentalhygiene (DH) ist die professionelle Zahnreinigung durch eine ausgebildete Dentalhygienikerin. Sie entfernt Zahnstein, Beläge und Verfärbungen, die man mit Zahnbürste und Zahnseide zu Hause nicht wegbekommt, und beugt so Karies und Zahnfleischentzündungen vor.

Bei einer Dentalhygiene-Sitzung wird zuerst der Mund untersucht: Das Zahnfleisch wird beurteilt und bei Bedarf die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen. Anschliessend entfernt die Dentalhygienikerin den harten Zahnstein oberhalb und unterhalb des Zahnfleischrandes mit Ultraschall und feinen Handinstrumenten (Küretten). Danach werden weiche Beläge und Verfärbungen mit einem Pulverstrahlgerät (Airflow) und einer Politur weggearbeitet. Zum Schluss folgt meist eine Fluoridierung, die den Schmelz härtet.

Eine Sitzung dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Empfohlen wird sie für praktisch alle Erwachsenen ein- bis zweimal pro Jahr. Wer zu Zahnfleischentzündung (Parodontitis) neigt, raucht oder Implantate trägt, sollte häufiger gehen – oft alle drei bis vier Monate. Kinder und Jugendliche werden meist über die Schulzahnpflege oder in der Praxis betreut.

Der Nutzen ist doppelt: Kurzfristig fühlen sich die Zähne glatt und sauber an, der Atem wird frischer. Langfristig senkt die regelmässige DH das Risiko für Karies, Zahnfleischrückgang und Zahnverlust deutlich, weil genau dort gereinigt wird, wo die häusliche Pflege nicht hinkommt.

Als grober Richtwert (ohne Gewähr) kostet eine Dentalhygiene in der Schweiz je nach Aufwand, Dauer und Region etwa CHF 120 bis 200 pro Sitzung. Erwachsene bezahlen die DH grundsätzlich selbst – die obligatorische Grundversicherung übernimmt sie nur in Ausnahmefällen (bestimmte Grunderkrankungen), teils deckt eine Zusatzversicherung einen Anteil.

Worauf man achten sollte: Die Behandlung sollte von einer diplomierten Dentalhygienikerin oder einer Prophylaxeassistentin durchgeführt werden. Eine leichte Empfindlichkeit oder etwas Zahnfleischbluten direkt nach der Sitzung ist normal und klingt rasch ab.

Beispiel

Eine berufstätige Person war über ein Jahr nicht mehr zur Reinigung und hat durch Kaffee und Tee Verfärbungen sowie Zahnstein hinter den unteren Frontzähnen. In einer 55-minütigen Sitzung entfernt die Ultraschallspitze den Zahnstein, das Airflow-Gerät poliert die Verfärbungen weg, und zum Abschluss wird ein Fluoridlack aufgetragen. Kosten: rund CHF 165.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte man zur Dentalhygiene?

In der Regel ein- bis zweimal pro Jahr. Bei Zahnfleischproblemen, Rauchen oder Implantaten sind kürzere Intervalle von drei bis vier Monaten sinnvoll. Die Dentalhygienikerin legt anhand des Befunds ein persönliches Intervall fest.

Zahlt die Krankenkasse die Dentalhygiene?

Bei Erwachsenen übernimmt die Grundversicherung die DH grundsätzlich nicht. Nur bei bestimmten Grunderkrankungen oder über eine Zahn-Zusatzversicherung wird ein Teil erstattet. Kinder werden oft über die Schulzahnpflege abgedeckt.

Was ist der Unterschied zwischen Dentalhygiene und normalem Zähneputzen?

Zähneputzen entfernt weichen Belag. Die Dentalhygiene entfernt zusätzlich harten Zahnstein – auch unterhalb des Zahnfleischs – sowie Verfärbungen mit Profigeräten. Das lässt sich zu Hause nicht erreichen und ist die eigentliche Vorbeugung gegen Parodontitis.

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