Erdbestattung und Kremation bezeichnen die zwei grundlegenden Wege, wie ein Verstorbener in der Schweiz seine letzte Ruhe findet. Bei der Erdbestattung wird der Sarg direkt ins Erdgrab gesenkt. Bei der Kremation (Feuerbestattung) erfolgt zuerst die Einäscherung im Krematorium; die Asche kommt in eine Urne, die anschliessend beigesetzt oder – wo erlaubt – verstreut wird.
Der Ablauf unterscheidet sich vor allem zeitlich. Für eine Erdbestattung muss der Termin relativ zeitnah stattfinden, weshalb Abschiedsfeier und Beisetzung meist eng beieinander liegen. Bei der Kremation kann die Trauerfeier flexibler geplant werden, weil die Urnenbeisetzung auch später erfolgen darf. Danach steht eine Vielzahl von Grabformen offen: Reihen- oder Familiengrab, Urnengrab, Gemeinschafts- beziehungsweise Rasengrab oder ein Baumgrab.
Welche Variante passt, hängt von persönlichen Wünschen, religiösen und familiären Traditionen sowie den Regeln der Wohngemeinde ab. In der Schweiz sind Friedhofswesen und Bestattung kommunal geregelt, weshalb Fristen, verfügbare Grabarten und Kosten von Ort zu Ort variieren.
Worauf achten: Klären Sie früh, ob der oder die Verstorbene einen letzten Willen hinterlassen hat, und besprechen Sie die Optionen mit dem Bestattungsamt der Gemeinde. Vergleichen Sie die Leistungen mehrerer Bestattungsinstitute schriftlich, denn die Kosten hängen stark von Sarg oder Urne, Grabart, Feierumfang und Gemeinde ab. Ein typischer Fehler ist, unter Zeitdruck alles beim erstbesten Anbieter zu buchen, statt Angebote und Grabmöglichkeiten in Ruhe zu vergleichen.