Isolierglas – auch Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) genannt – besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch einen Randverbund auf Abstand gehalten werden. Im Scheibenzwischenraum befindet sich trockene Luft oder ein Edelgas wie Argon oder Krypton, das die Wärmedämmung verbessert. Ein Trockenmittel im Abstandhalter bindet Feuchtigkeit, damit die Scheiben von innen nicht beschlagen.
Die Dämmwirkung entsteht, weil das Gas im Zwischenraum die Wärme schlechter leitet als eine einzelne Scheibe. Zusätzlich tragen unsichtbare Metallbeschichtungen (Low-E- oder Wärmeschutzbeschichtungen) dazu bei, dass Wärme im Raum bleibt. Wie gut eine Verglasung dämmt, zeigt der Ug-Wert: je tiefer, desto besser. Moderne Dreifachverglasung erreicht deutlich tiefere Werte als ältere Zweifachverglasung.
Isolierglas braucht man überall dort, wo Wohnkomfort, Heizkosten und Schallschutz eine Rolle spielen – bei Neubauten, Sanierungen alter Fenster, Wintergärten oder bei beschlagenen, undichten Altfenstern. In der Schweiz ist eine gute Verglasung zudem oft Voraussetzung für Fördergelder und die Einhaltung kantonaler Energievorschriften.
Achten Sie auf den Ug-Wert des Glases und den U-Wert des ganzen Fensters, auf einen intakten Randverbund («warme Kante» statt Aluminium) und auf eine Fachfirma, die korrekt einbaut. Ein häufiger Fehler ist, nur das Glas zu betrachten und den Rahmen sowie den fachgerechten Einbau zu vernachlässigen. Beschlag zwischen den Scheiben ist ein Zeichen für einen defekten Randverbund.