Karies entsteht aus dem Zusammenspiel von Zahnbelag (Plaque), Zucker und Zeit. Die Bakterien im Belag verstoffwechseln Zucker aus der Nahrung und produzieren dabei Säure, die Mineralien aus dem Zahn löst (Demineralisierung). Anfangs zeigt sich das als weisslicher Fleck (Initialkaries), der noch reversibel ist. Bleibt der Prozess unbehandelt, dringt die Karies durch den Schmelz ins weichere Dentin und schliesslich bis zum Zahnnerv (Pulpa) vor.
Tückisch ist, dass Karies im Frühstadium keine Beschwerden macht. Erst später kommt es zu Empfindlichkeit bei Süssem, Kaltem oder Warmem, dann zu Schmerzen und einem sichtbaren Loch. Der Zahnarzt erkennt Karies bei der Kontrolle visuell, mit einer Sonde und – gerade zwischen den Zähnen – auf dem Röntgenbild, bevor sie sichtbar wird.
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium. Eine beginnende Karies lässt sich durch Fluorid und bessere Mundhygiene noch stoppen. Ist bereits ein Defekt entstanden, wird die Karies entfernt und der Zahn mit einer Füllung (meist zahnfarbenes Komposit) versorgt. Grosse Defekte brauchen ein Inlay oder eine Krone; hat die Karies den Nerv erreicht, wird eine Wurzelbehandlung nötig.
Vorbeugen lässt sich Karies wirksam: zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Bürstchen reinigen, zuckerhaltige Snacks und Getränke reduzieren sowie regelmässig zur Kontrolle und Dentalhygiene gehen.
Als Richtwert (ohne Gewähr) kostet eine einfache Kompositfüllung in der Schweiz etwa CHF 150 bis 250, eine grössere mehrflächige Füllung rund CHF 250 bis 450. Die Kosten hängen von Grösse, Lage und Aufwand ab.