Eine Markise besteht im Kern aus einem witterungsbeständigen Tuch, das auf eine Tuchwelle aufgerollt ist, und aus Gelenkarmen, die das Tuch beim Ausfahren spannen. Angetrieben wird sie entweder von Hand über eine Kurbel oder komfortabel per Elektromotor, oft ergänzt durch Funk, App-Steuerung oder Sonnen- und Windsensoren. Man unterscheidet unter anderem offene und geschlossene Gelenkarmmarkisen (Kassettenmarkisen), Fallarm- und Senkrechtmarkisen für Fenster sowie Wintergarten- und Pergola-Systeme für grössere Flächen.\n\nDer Ablauf beginnt mit einem Aufmass und einer Beratung vor Ort: Ausrichtung, Fassadenmaterial, Windexposition und gewünschte Fläche bestimmen das passende Modell. Danach folgen Bestellung des konfektionierten Tuchs, die fachgerechte Verankerung in Mauerwerk oder Beton und die Einstellung von Neigung und Steuerung.\n\nGebraucht wird eine Markise überall dort, wo Terrasse, Sitzplatz oder Schaufenster im Sommer überhitzen oder blenden - im Privathaus ebenso wie bei Restaurants und Ladengeschäften.\n\nAchten Sie auf spinndüsengefärbte Acryltücher (lichtecht, schmutzabweisend), eine stabile Unterkonstruktion, die zur Windlast passt, und eine saubere Befestigung. Häufige Fehler sind eine zu knappe Verankerung, fehlender Windsensor bei Motorbetrieb und ein zu klein gewähltes Tuch. Die Kosten hängen von Grösse, Typ, Tuchqualität, Motorisierung und Montageaufwand ab.
Markise
Eine Markise ist ein ausfahrbarer Sonnen- und Wetterschutz aus Stoff, der an Fassade, Terrasse oder Balkon montiert wird und bei Bedarf über ein Gestell ausgezogen oder eingefahren werden kann. Sie beschattet den Aussenbereich, senkt die Hitze dahinterliegender Räume und schützt vor Sonne sowie leichtem Regen.
Beispiel
Eine Familie in Winterthur möchte ihre nach Südwesten ausgerichtete Terrasse beschatten, weil der Sitzplatz ab Mittag stark aufheizt. Der Handwerker empfiehlt nach dem Aufmass eine geschlossene Kassettenmarkise mit rund vier Metern Breite, Elektromotor und Windsensor, damit das Tuch bei Böen automatisch einfährt. So bleibt die Terrasse an heissen Nachmittagen nutzbar und das dahinterliegende Wohnzimmer kühler.
Häufige Fragen
Hält eine Markise auch Regen ab?
Eine klassische Gelenkarmmarkise schützt vor leichtem Nieselregen, wenn sie mit ausreichender Neigung ausgefahren ist. Für dauerhaften Regenschutz ist sie nicht gebaut: Bei stärkerem Regen oder Wind sollte das Tuch eingefahren werden, da sich sonst Wassersäcke bilden können. Wer echten Allwetterschutz will, ist mit einem Lamellendach oder einer wasserführenden Pergola besser bedient.
Brauche ich für eine Markise eine Bewilligung?
Das hängt von Gemeinde, Zone und Gebäude ab. Bei Mietwohnungen ist die Zustimmung der Vermieterin oder Eigentümerschaft nötig, bei Stockwerkeigentum meist ein Beschluss der Gemeinschaft. In Kernzonen oder bei geschützten Fassaden kann eine Baubewilligung verlangt werden. Klären Sie dies vor der Bestellung mit der Gemeinde und - falls zutreffend - der Verwaltung ab.
Was kostet eine Markise?
Einen fixen Preis gibt es nicht, weil er stark von Grösse, Typ, Tuchqualität, Antrieb (Kurbel oder Motor) und Montageaufwand abhängt. Eine kleine Kurbelmarkise ist deutlich günstiger als eine breite Kassettenmarkise mit Motor und Sensoren. Verlangen Sie am besten mehrere Offerten nach einem Aufmass vor Ort, damit die Preise wirklich vergleichbar sind.