Beim Microblading nutzt die Fachperson ein Handwerkzeug mit mehreren feinen Nadeln in Klingenform, um einzelne, haarähnliche Härchen in die Epidermis zu ritzen und Pigment einzubringen. Im Gegensatz zum klassischen Permanent Make-up mit Maschine entsteht kein flächiger Schatten, sondern ein realistisches Haar-für-Haar-Muster. Die Pigmente liegen oberflächlicher als bei einem Tattoo, weshalb das Ergebnis mit der Zeit verblasst und semipermanent ist.
Der Ablauf beginnt mit einer Beratung zu Form und Farbe, dem Vorzeichnen der Brauenkontur und einer Betäubungscreme. Das eigentliche Anlegen der Härchen dauert ein bis zwei Stunden. Nach vier bis acht Wochen folgt eine obligatorische Nachbehandlung (Retusche), bei der verheilte Stellen aufgefüllt und Form korrigiert werden – erst dann ist das Ergebnis vollständig. Direkt nach der Behandlung wirken die Brauen dunkler und kräftiger, dies legt sich beim Abheilen.
Microblading eignet sich für lückenhafte, dünne oder helle Augenbrauen und für alle, die morgens kein Brauen-Make-up mehr auftragen möchten. Weniger geeignet ist es für sehr fettige oder grossporige Haut, weil die feinen Striche dort verlaufen können – hier ist die Puder-/Schattentechnik oft die bessere Wahl. Das Ergebnis hält je nach Hauttyp, Pflege und Sonnenexposition ein bis drei Jahre und muss danach aufgefrischt werden.
In der Schweiz kostet Microblading üblicherweise CHF 350 bis 550, meist inklusive der ersten Nachbehandlung (ohne Gewähr). Auffrischungen nach ein bis zwei Jahren liegen oft bei CHF 150 bis 250. Wichtig ist eine erfahrene, hygienisch einwandfrei arbeitende Fachperson, da es sich um einen Eingriff in die Haut handelt.