Eine osteopathische Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch und einer manuellen Untersuchung des gesamten Körpers. Die Osteopathin sucht nach Spannungen und Bewegungseinschränkungen und behandelt diese mit sanften bis gezielten Handtechniken. Man unterscheidet drei Bereiche: den parietalen (Muskeln, Gelenke, Wirbelsäule), den viszeralen (innere Organe und ihre Aufhängung) und den craniosacralen Bereich (Schädel, Kreuzbein und die feinen rhythmischen Bewegungen dazwischen). Die Idee dahinter: Löst man die eigentliche Blockade, kann sich der Körper selbst wieder regulieren.
Eine Sitzung dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Die Techniken sind meist sanft; ruckartige Manipulationen kommen seltener und nur gezielt zum Einsatz. Nach der Behandlung kann der Körper ein bis zwei Tage nachreagieren (leichte Müdigkeit oder Muskelkatergefühl), bevor sich die Wirkung entfaltet.
Osteopathie wird bei Rücken- und Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Beschwerden nach Unfällen, Verdauungsproblemen funktioneller Art, Kiefergelenksbeschwerden sowie in der Schwangerschaft und bei Säuglingen (etwa bei Unruhe) nachgefragt. Sie ersetzt keine ärztliche Abklärung bei ernsthaften Erkrankungen, sondern versteht sich als ergänzende Methode.
In der Schweiz ist der Beruf reglementiert: Osteopathinnen führen einen anerkannten Abschluss (interkantonaler Master bzw. GDK/CDS-Diplom). Osteopathie ist keine Leistung der Grundversicherung, wird aber von vielen Zusatzversicherungen für Komplementärmedizin (teilweise) übernommen. Die Kosten liegen bei rund CHF 130 bis 190 pro Sitzung (ohne Gewähr). Prüfen Sie vorab, wie viel Ihre Zusatzversicherung pro Jahr erstattet.