Pilates wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Joseph Pilates entwickelt und beruht auf Prinzipien wie Konzentration, Kontrolle, Präzision, Atmung, Zentrierung und Bewegungsfluss. Im Zentrum steht die Kräftigung der tiefliegenden Rumpf-, Becken- und Rückenmuskulatur, kombiniert mit einer bewussten Atmung. Die Übungen werden langsam und kontrolliert ausgeführt, wobei Qualität und saubere Ausführung wichtiger sind als viele Wiederholungen.
Man unterscheidet Matten-Pilates, das nur mit dem eigenen Körpergewicht und teils Kleingeräten (Ball, Ring, Band) auf der Matte stattfindet, und Geräte-Pilates am «Reformer» – einem Schlittengerät mit Federwiderstand, das gezielten Widerstand und Unterstützung bietet. Beide Formen schulen die Körpermitte, die Haltung und die Beweglichkeit; der Reformer erlaubt zusätzlich präzise Anpassungen und ein breiteres Übungsspektrum.
Eine Einheit dauert meist 45 bis 60 Minuten. Regelmässiges Pilates verbessert die Haltung, kräftigt Rumpf und Beckenboden, fördert die Beweglichkeit und kann Rückenbeschwerden vorbeugen oder lindern. Wegen des Fokus auf kontrollierte Bewegung ist es gelenkschonend und wird auch in der Rehabilitation sowie in der Rückbildung nach der Schwangerschaft eingesetzt.
Pilates eignet sich für nahezu alle: für Menschen mit sitzender Tätigkeit und Rückenbeschwerden, für Sportler als Ergänzung, für Schwangere und Wöchnerinnen (mit angepassten Übungen) sowie für ältere Personen. Einsteiger sind in Matten-Grundkursen gut aufgehoben. Bei Beschwerden oder in der Schwangerschaft sollte die Lehrperson informiert werden.
Matten-Pilates in der Gruppe kostet in der Schweiz meist CHF 25 bis 35 pro Drop-in, ähnlich wie Yoga. Reformer-Pilates ist wegen der Geräte und kleinerer Gruppen teurer – oft CHF 35 bis 55 pro Gruppenstunde, Einzelstunden auf Personal-Training-Niveau. Monatsabos und 10er-Karten senken den Preis (ohne Gewähr).