Beim saisonalen Pneuwechsel werden die kompletten Räder (Reifen auf Felge) achsweise abmontiert und die eingelagerten Räder der anderen Saison montiert. Die Garage prüft dabei Profiltiefe, Reifenalter und Zustand, kontrolliert den Luftdruck und zieht die Radschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment an. Bei modernen Autos wird zudem das Reifendruckkontrollsystem (RDKS/TPMS) neu angelernt.
Davon zu unterscheiden ist das Aufziehen neuer Reifen: Hier wird der alte Reifen von der Felge gezogen, der neue montiert und das Rad anschliessend ausgewuchtet, damit es bei Tempo nicht vibriert. Neue Reifen sind fällig, wenn die Profiltiefe zu gering wird – gesetzlich sind in der Schweiz mindestens 1,6 mm vorgeschrieben, für Winterreifen empfehlen Fachleute mindestens 4 mm. Auch ein Reifenalter über 6 bis 8 Jahre spricht für einen Ersatz, weil der Gummi verhärtet.
In der Schweiz gibt es zwar keine generelle Winterreifenpflicht, doch wer mit ungeeigneten Reifen den Verkehr behindert oder einen Unfall verursacht, haftet und riskiert Bussen sowie Kürzungen der Versicherungsleistung. Winterreifen (oder Ganzjahresreifen mit Schneeflocken-Symbol) bieten bei Kälte, Nässe und Schnee deutlich mehr Grip. Viele Garagen bieten eine Reifeneinlagerung an, damit Sie die zweite Garnitur nicht zu Hause lagern müssen.
Als Richtwert (ohne Gewähr): Das saisonale Umstecken kompletter Räder kostet rund CHF 40–90, das Auswuchten ist oft inbegriffen. Das Aufziehen neuer Reifen inklusive Montage und Wuchten liegt bei etwa CHF 25–45 pro Rad, die Reifeneinlagerung bei rund CHF 60–120 pro Saison. Ein neuer Reifensatz selbst kostet je nach Grösse und Marke zusätzlich ein Mehrfaches davon.