Zu einem Rohrbruch kommt es meist durch Materialermüdung und Korrosion an alten Metallleitungen, durch Frost in ungedämmten Leitungen, durch zu hohen Wasserdruck oder durch eine mechanische Beschädigung, etwa beim Bohren in eine Wand. Betroffen sind sowohl Trinkwasserleitungen als auch Heizungsrohre. Die Folgen reichen von einer feuchten Wand über durchnässte Böden bis zu Wasser, das durch die Decke ins darunterliegende Stockwerk läuft.
Die ersten Anzeichen sind oft feuchte oder verfärbte Stellen an Wand und Decke, ein Rauschen in der Wand, unerklärlich hoher Wasserverbrauch oder ein Druckabfall in der Heizung. Bei einem akuten Bruch gilt: sofort den Haupthahn schliessen und den Strom in betroffenen Bereichen abstellen. Danach den Notfall-Sanitär rufen. Bei einem versicherten Leitungswasserschaden ist zudem die Gebäude- oder Hausratversicherung zu informieren.
Der Fachbetrieb ortet zunächst die undichte Stelle. Bei verdeckten Leitungen kommen Leckortungsgeräte zum Einsatz – Feuchtemessung, Thermografie oder akustische Ortung –, damit nur dort geöffnet wird, wo es nötig ist. Anschliessend wird die schadhafte Stelle freigelegt, das Rohr repariert oder das betroffene Stück ersetzt, die Anlage abgedrückt (Dichtheitsprüfung) und der Bereich getrocknet. Bei grösseren Schäden folgt eine technische Bautrocknung über Tage bis Wochen.
Kostenmässig lässt sich ein Rohrbruch schwer pauschalisieren. Ein Notfalleinsatz beginnt oft mit einer Anfahrts- und Notfallpauschale von rund 150 bis 250 CHF, dazu kommt ein Stundenansatz von etwa 90 bis 140 CHF, ausserhalb der Geschäftszeiten mit Zuschlag. Eine einfache, gut zugängliche Reparatur kann bei einigen Hundert Franken liegen, das Aufstemmen von Wänden, Leckortung und Bautrocknung können die Gesamtkosten aber auf mehrere Tausend Franken treiben (Richtwerte ohne Gewähr). Der eigentliche Wasserschaden ist häufig über die Versicherung gedeckt.
Worauf zu achten ist: bei Verdacht nicht abwarten, sondern Wasser abstellen und dokumentieren (Fotos für die Versicherung). Nasse Bausubstanz muss fachgerecht getrocknet werden, sonst drohen Schimmel und Folgeschäden. Zur Vorbeugung helfen das Dämmen frostgefährdeter Leitungen, ein Druckminderer bei zu hohem Netzdruck und der rechtzeitige Ersatz alter, korrodierter Rohre.