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Sicherheitsglas (ESG/VSG)

Sicherheitsglas ist speziell behandeltes Glas, das im Bruchfall deutlich weniger Verletzungsgefahr birgt als normales Fensterglas. Die beiden gängigen Arten sind ESG (Einscheibensicherheitsglas), das in kleine, stumpfe Krümel zerfällt, und VSG (Verbundsicherheitsglas), das dank einer zähen Zwischenfolie auch gebrochen zusammenhält.

Sicherheitsglas ist der Oberbegriff für Glas, das so hergestellt wird, dass es Menschen im Schadensfall besser schützt. In der Schweiz begegnen einem vor allem zwei Varianten: ESG und VSG. ESG wird thermisch vorgespannt, ist dadurch schlag- und temperaturbeständiger und zerspringt bei Bruch in stumpfe Krümel statt in scharfe Splitter. VSG besteht aus zwei oder mehr Scheiben, die mit einer reissfesten Kunststofffolie (meist PVB) verklebt sind – bricht das Glas, bleiben die Bruchstücke an der Folie haften.\n\nDie Wahl hängt vom Einsatzzweck ab. ESG punktet dort, wo mechanische oder thermische Belastung im Vordergrund steht, etwa bei Duschtrennwänden oder Glastüren. VSG wird gefordert, wo ein Durchfallen oder Herabstürzen verhindert werden muss – bei Überkopfverglasungen, Ganzglasgeländern oder bodentiefen Fenstern. VSG bietet zusätzlich besseren Schallschutz und UV-Reduktion und kann einbruchhemmend ausgeführt werden.\n\nGebraucht wird Sicherheitsglas überall dort, wo Personen mit Glas in Kontakt kommen können: Türen, Balkone, Treppen, Nasszellen und grosse Fensterflächen. In vielen Fällen schreiben Normen (etwa SIA-Vorgaben) die passende Glasart vor.\n\nAchten Sie auf die Kennzeichnung und darauf, dass die Glasart zur konkreten Situation passt. Ein häufiger Fehler ist, ESG dort einzusetzen, wo VSG mit Resttragfähigkeit nötig wäre. Lassen Sie sich die Glasart, Dicke und Zulassung schriftlich bestätigen.

Beispiel

Eine Familie in Winterthur lässt ihr Bad renovieren und wünscht eine bodengleiche Dusche mit Glastrennwand. Der Glaser empfiehlt ESG, weil es der Feuchtigkeit und den Temperaturunterschieden standhält und im seltenen Bruchfall nur stumpfe Krümel entstehen. Für das grosse, bodentiefe Fenster im angrenzenden Schlafzimmer rät er hingegen zu VSG, damit niemand durch die Scheibe stürzen kann. Die genauen Kosten hängen von Glasart, Grösse, Dicke und Montage ab und werden vorab offeriert.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen ESG und VSG?

ESG (Einscheibensicherheitsglas) ist thermisch vorgespannt und zerfällt bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel. VSG (Verbundsicherheitsglas) besteht aus mehreren Scheiben mit einer zähen Zwischenfolie und hält im Bruchfall zusammen. ESG schützt vor Schnittverletzungen, VSG zusätzlich vor Durchfallen und bietet mehr Schall- und Einbruchschutz.

Wann ist Sicherheitsglas Pflicht?

Häufig wird es bei Glastüren, Ganzglasgeländern, Überkopfverglasungen, bodentiefen Fenstern und in Nasszellen verlangt. Massgebend sind die einschlägigen Normen und die konkrete Einbausituation. Ein Fachbetrieb kann beurteilen, welche Glasart und Dicke für Ihren Fall vorgeschrieben ist.

Wovon hängen die Kosten für Sicherheitsglas ab?

Die Kosten richten sich unter anderem nach Glasart (ESG oder VSG), Scheibengrösse, Glasdicke, allfälligen Zusatzeigenschaften wie Schall- oder Einbruchschutz sowie nach Zuschnitt und Montageaufwand. Am besten holen Sie eine schriftliche Offerte in CHF ein, die alle Positionen ausweist.

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