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Spülkasten

Der Spülkasten ist der Wasserbehälter der Toilette, der das Spülwasser sammelt und bei der Betätigung ins WC-Becken abgibt. Er besteht im Kern aus einem Füllventil, das den Kasten nachfüllt, und einem Ablaufventil, das die Spülung auslöst – die häufigsten Reparaturfälle im Bad.

Man unterscheidet den sichtbaren Aufputz-Spülkasten und den in der Wand verbauten Unterputz-Spülkasten, wie er in modernen Bädern hinter einer Vorwand sitzt (in der Schweiz oft als Geberit-System). In beiden Fällen ist die Funktion gleich: Das Füllventil lässt nach dem Spülen so lange Frischwasser nach, bis der Schwimmer den eingestellten Pegel erreicht. Beim Drücken der Taste öffnet das Ablaufventil und gibt das Wasser frei – bei modernen Kästen mit einer Spartaste für die kleine und einer für die grosse Menge.

Der häufigste Defekt ist ein Spülkasten, der dauernd nachläuft: Wasser rinnt permanent leise ins Becken. Ursache ist meist ein verkalktes oder verschlissenes Ablaufventil oder ein defektes Füllventil, das nicht mehr sauber schliesst. Das ist nicht nur lästig, sondern verursacht über Wochen einen beträchtlichen Wasserverlust. Weitere typische Fälle sind eine klemmende oder gebrochene Drückerplatte, eine zu schwache Spülung oder ein Kasten, der gar nicht mehr füllt.

Bei der Reparatur stellt der Sanitär zuerst das Eckventil ab und entleert den Kasten. Beim Aufputzmodell sind Ventile gut zugänglich und rasch getauscht. Beim Unterputzmodell wird die Drückerplatte abgenommen, über die Revisionsöffnung das defekte Ventil ausgebaut und ein passendes Ersatzteil eingesetzt – bei verbreiteten Systemen sind Ersatzteile gut erhältlich. Anschliessend wird der Wasserstand justiert und die Dichtheit geprüft.

Eine typische Reparatur dauert rund 30 bis 60 Minuten. Als Richtwert liegen die Kosten für das Ersetzen eines Füll- oder Ablaufventils bei etwa 150 bis 350 CHF inklusive Anfahrt, Material und Arbeit (Preise ohne Gewähr, je nach Zugänglichkeit und System). Ein neuer, kompletter Unterputz-Spülkasten inklusive Einbau ist deutlich teurer, weil dabei die Vorwand geöffnet werden muss.

Worauf zu achten ist: Läuft der Kasten dauernd nach, sollte man nicht warten – der schleichende Wasserverlust summiert sich auf der Rechnung. Bei Unterputzsystemen lohnt es sich, Marke und Typ zu kennen, damit das passende Ersatzteil bereitliegt. In Hartwasserregionen verlängert gelegentliches Entkalken der Ventile die Lebensdauer.

Beispiel

In einer Wohnung läuft der Unterputz-Spülkasten seit Tagen leise ins Becken nach. Der Sanitär stellt das Eckventil ab, nimmt die Drückerplatte ab und stellt über die Revisionsöffnung fest, dass die Dichtung des Ablaufventils verkalkt ist. Er tauscht das passende Ablaufventil des Geberit-Systems, justiert den Wasserstand und montiert die Platte wieder – nach rund 40 Minuten ist das Dauerrinnen behoben und der Wasserverlust gestoppt.

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Häufige Fragen

Was kostet es, einen Spülkasten zu reparieren?

Das Ersetzen eines Füll- oder Ablaufventils liegt als Richtwert bei etwa 150 bis 350 CHF inklusive Anfahrt, Material und Arbeit, je nach System und Zugänglichkeit (ohne Gewähr). Ein kompletter neuer Unterputz-Spülkasten ist teurer, weil die Vorwand geöffnet werden muss.

Warum läuft der Spülkasten dauernd nach?

Meist wegen eines verkalkten oder verschlissenen Ablaufventils oder eines defekten Füllventils, das nicht sauber schliesst. Das Wasser rinnt dann permanent ins Becken. Man sollte das rasch beheben lassen, weil der schleichende Wasserverlust über Wochen auf der Rechnung spürbar wird.

Was ist der Unterschied zwischen Auf- und Unterputz-Spülkasten?

Der Aufputz-Spülkasten sitzt sichtbar an der Wand und ist gut zugänglich, der Unterputz-Spülkasten ist in der Wand hinter einer Vorwand verbaut und wird über die Drückerplatte und eine Revisionsöffnung gewartet. Die Funktion ist gleich, die Reparatur beim Unterputzmodell etwas aufwändiger.

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