Beim Verputzen wird auf das Mauerwerk oder den Beton eine Mörtelschicht aufgetragen, die Unebenheiten ausgleicht und die Oberfläche für den weiteren Ausbau vorbereitet. Innen sorgt der Verputz für glatte, streichbare oder tapezierbare Wände und reguliert die Raumfeuchtigkeit; verwendet werden je nach Anforderung Gips-, Kalk- oder Kalk-Zement-Putze. Aussen schützt der Fassadenputz die Bausubstanz vor Regen und Frost und ist oft Teil eines Wärmedämmverbundsystems; hier kommen wetterfeste Zement- oder mineralische Putze sowie Deckputze in verschiedenen Körnungen zum Einsatz.
Der Ablauf gliedert sich in Untergrundvorbereitung, gegebenenfalls Aufbringen einer Haftbrücke oder eines Unterputzes mit eingelegtem Armierungsgewebe und schliesslich den Deckputz, der geglättet, gefilzt oder strukturiert wird. Zwischen den Lagen sind Trocknungszeiten einzuhalten. Für eine durchschnittliche Wohnung dauern die Innenputzarbeiten mehrere Tage; eine Fassade benötigt zusätzlich Zeit für Gerüst, Trocknung und witterungsabhängige Fenster.
Relevant ist Verputz im Neubau nach dem Rohbau, bei Renovationen, bei der Fassadensanierung und wenn beschädigter oder rissiger Putz ersetzt werden muss. Ein fachgerechter Verputz ist entscheidend für ein sauberes Anstrichbild innen und für die Dichtigkeit und Optik der Fassade aussen.
Als Richtwert (ohne Gewähr) kostet Innenputz in der Schweiz rund CHF 30 bis 60 pro Quadratmeter, während Aussenputz inklusive Gerüst und Vorbereitung meist bei etwa CHF 60 bis 120 pro Quadratmeter liegt. Aufwendige Strukturen, schwierige Untergründe oder eine gleichzeitige Wärmedämmung erhöhen den Preis.
Achten Sie darauf, dass der Untergrund trocken und tragfähig ist, dass das richtige Putzsystem zum Mauerwerk passt und dass bei der Fassade das Gerüst und allfällige Malerarbeiten in der Offerte klar geregelt sind. Zu frühes Verputzen auf feuchtem Mauerwerk führt zu Rissen und Abplatzungen.