Damit rund um die Uhr Medikamente verfügbar sind, wechseln sich die Apotheken einer Region im Notfalldienst ab. Welche Apotheke gerade Dienst hat, findet man über kantonale Notfallnummern, offizielle Verzeichnisse, Apotheken-Apps oder den Aushang an der Apothekentür. In grösseren Städten und an Bahnhöfen/Flughäfen gibt es zudem Apotheken mit durchgehend langen Öffnungszeiten (teils rund um die Uhr).
Der Notfalldienst ist für dringende Fälle gedacht: ein akut benötigtes Rezeptmedikament, Fiebersenker für ein krankes Kind mitten in der Nacht, eine vergessene, aber wichtige Dauermedikation oder eine erste Einschätzung bei plötzlichen Beschwerden. Das Fachpersonal berät auch am Telefon, gibt bei Bedarf rezeptfreie Mittel ab und verweist bei ernsten Notfällen an den ärztlichen Notdienst oder den Notruf 144. Für rezeptpflichtige Medikamente braucht es weiterhin ein gültiges Rezept; in echten Notlagen kann eine Notabgabe einer kleinen Menge möglich sein.
Wichtig zu wissen: Für den Dienst ausserhalb der Öffnungszeiten wird in der Schweiz meist ein Notfalldienst-Zuschlag (Nacht-/Feiertagstaxe) verrechnet. Dieser liegt als Richtwert bei rund CHF 17 pro Notfallbezug (ohne Gewähr) und deckt den Aufwand der Bereitschaft. Für planbare Einkäufe lohnt es sich daher, die regulären Öffnungszeiten zu nutzen.
Wer regelmässig Medikamente braucht, sollte den Vorrat rechtzeitig auffüllen, damit kein nächtlicher Notfalldienst nötig wird. Eine Hausapotheke mit Schmerzmitteln, Fieberthermometer und den persönlichen Dauermedikamenten hilft, kleinere Situationen selbst zu überbrücken.