Chemische Reinigung ist ein professionelles Verfahren, bei dem Kleidung nicht mit Wasser und Waschmittel, sondern mit einem speziellen Lösungsmittel gereinigt wird. Der Begriff «trocken» ist dabei etwas irreführend: Die Textilien werden durchaus in eine Flüssigkeit getaucht, nur eben nicht in Wasser. Dadurch quellen empfindliche Fasern nicht auf, verfilzen nicht und laufen nicht ein.
Der Ablauf ist in den meisten Betrieben ähnlich: Zuerst werden die Kleidungsstücke geprüft, Flecken einzeln vorbehandelt und heikle Teile (Knöpfe, Applikationen) geschützt. Anschliessend läuft die eigentliche Reinigung in einer geschlossenen Maschine, gefolgt von Trocknung, Dämpfen und Bügeln. Gute Betriebe kontrollieren jedes Stück am Ende von Hand.
Nötig wird die chemische Reinigung vor allem bei Textilien mit dem Pflegesymbol «Kreis» im Etikett: Anzüge, Blazer, Mäntel, Seide, Wolle, Daunenjacken oder Vorhänge. Auch hartnäckige, fetthaltige Flecken lassen sich damit oft besser entfernen als mit Wasser.
Bei der Auswahl lohnt sich der Blick auf Erfahrung, Transparenz und Umgang mit Reklamationen. Weisen Sie beim Abgeben auf bekannte Flecken und deren Ursache hin – das erhöht die Erfolgschance deutlich. Prüfen Sie zudem immer das Pflegeetikett, bevor Sie ein Stück abgeben.