Die Grundreinigung packt den Schmutz an, der sich über Monate oder Jahre angesammelt hat. Anders als die regelmässige Unterhaltsreinigung, die Oberflächen frisch hält, geht die Grundreinigung in die Tiefe: Kalkablagerungen in Bad und Küche, Fettschichten hinter dem Herd und in der Dunstabzugshaube, verschmutzte Fugen, vergilbte Fenster, Storen und Rahmen, ausgeräumte und ausgewischte Schränke sowie eine intensive Bodenpflege inklusive Grundreinigung und teilweise Neuversiegelung bei Parkett oder Linoleum.
Der Ablauf richtet sich nach dem Objekt. Zuerst wird begutachtet, welche Bereiche besonders belastet sind, dann wird Raum für Raum von oben nach unten gearbeitet. Häufig kommen Maschinen wie Dampfreiniger, Einscheibenmaschinen für Böden oder Fenstersauger zum Einsatz. Eine Grundreinigung dauert deutlich länger als eine Unterhaltsreinigung – für eine durchschnittliche Wohnung rechnet man mit mehreren Stunden bis zu einem ganzen Arbeitstag.
Sinnvoll ist eine Grundreinigung beim Einzug in eine neue Wohnung, nach einer Renovation oder Bauarbeiten (Bauendreinigung), einmal jährlich als Frühjahrsputz, bei der Übernahme eines Büros oder Ladenlokals sowie überall dort, wo die normale Reinigung nicht mehr genügt. Auch nach längerer Vernachlässigung eines Objekts bringt sie es wieder auf ein hygienisches Niveau.
Als Richtwert (ohne Gewähr) liegen die Kosten in der Schweiz bei rund CHF 45 bis 70 pro Stunde und Reinigungskraft oder – bei Pauschalen – bei etwa CHF 8 bis 15 pro Quadratmeter, abhängig vom Verschmutzungsgrad. Zusatzleistungen wie Fensterreinigung mit Storen oder eine Bodenversiegelung werden separat verrechnet.
Achten Sie bei der Offerte darauf, welche Leistungen genau enthalten sind, ob Material und Maschinen inbegriffen sind und ob nach Aufwand oder zum Fixpreis abgerechnet wird. Für wiederkehrende Objekte lohnt sich eine Grundreinigung als Basis, auf der die günstigere Unterhaltsreinigung aufbaut.