Lamellenstoren bestehen aus einem Paket dünner Lamellen, das an Führungsschienen oder Bändern hängt. Über eine Kurbel, einen Gurt oder einen Elektromotor lässt sich das Paket hochziehen und absenken; zusätzlich kippen die Lamellen um ihre Achse. Genau diese Neigung ist der grosse Vorteil: Man kann Tageslicht in den Raum lenken, ohne die freie Sicht nach draussen komplett zu verlieren, und gleichzeitig vor Blicken von aussen geschützt sein.\n\nBedient werden Lamellenstoren manuell oder motorisiert, oft eingebunden in eine Storensteuerung mit Wind- und Sonnensensor. Bei aufziehendem Wind fahren die Storen automatisch hoch, damit sie nicht beschädigt werden – das ist bei Aussenstoren wichtig, weil sie der Witterung ausgesetzt sind. Innenliegende Varianten (Jalousien) sind einfacher, bieten aber weniger Hitzeschutz, weil die Wärme bereits hinter dem Glas ist.\n\nGebraucht werden Lamellenstoren überall dort, wo man Sonne, Hitze und Einblick flexibel steuern will: Wohnzimmer, Büros, Schlafzimmer oder verglaste Fassaden. Sie helfen, Räume im Sommer kühl zu halten und den Kühlbedarf zu senken.\n\nBeim Kauf lohnt sich der Blick auf Lamellenbreite, Material und Windwiderstandsklasse. Achten Sie auf saubere Montage, korrekte Masse und eine Garantie. Typische Fehler sind zu schwache Motoren, fehlender Windschutz und billige Beschichtungen, die rasch verblassen.
Lamellenstoren
Lamellenstoren sind Sonnen- und Sichtschutzsysteme aus schmalen, waagrechten Metalllamellen, die sich stufenlos neigen und ganz hochziehen lassen. In der Schweiz werden damit meist die aussen montierten Aluminium-Storen an Fenstern und Fassaden bezeichnet, mit denen sich Licht und Wärme präzise regulieren lassen.
Beispiel
Eine Familie in einer Neubauwohnung in Winterthur mit grosser Südverglasung hat im Sommer stark aufgeheizte Räume. Sie lässt aussenliegende Lamellenstoren mit Motor und Sonnensensor montieren: Bei starker Einstrahlung fahren die Storen automatisch herunter und die Lamellen kippen so, dass die Sonne draussen bleibt, im Raum aber weiterhin Tageslicht ankommt. Die Wohnung bleibt spürbar kühler, ohne dass jemand ständig von Hand kurbeln muss.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Lamellenstoren und Rollläden?
Rollläden bestehen aus einem geschlossenen Panzer, der das Fenster ganz verdunkelt. Lamellenstoren haben einzelne kippbare Lamellen, mit denen sich Licht und Sicht stufenlos regulieren lassen, ohne den Raum komplett abzudunkeln. Lamellenstoren bieten dadurch mehr Flexibilität beim Tageslicht, Rollläden eine bessere Verdunkelung.
Kann man Lamellenstoren nachrüsten?
Ja, aussenliegende Lamellenstoren lassen sich oft nachrüsten, sofern genügend Platz an der Fassade oder in der Fensterlaibung vorhanden ist. Ein Fachbetrieb prüft vor Ort die Situation, nimmt die Masse und klärt, ob eine manuelle oder motorisierte Lösung besser passt. Bei Mietobjekten oder Stockwerkeigentum braucht es meist die Zustimmung von Eigentümerschaft oder Verwaltung.
Was kosten Lamellenstoren?
Der Preis hängt von Fenstergrösse, Anzahl, Material, Farbe, Antriebsart (manuell oder motorisiert) und Montageaufwand ab. Aussenliegende, motorisierte Storen mit Sensorsteuerung sind aufwendiger als einfache Innenjalousien. Am besten holt man mehrere Offerten von regionalen Storen-Fachbetrieben ein und lässt vor Ort ausmessen.