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Photovoltaik

Photovoltaik (PV) bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mithilfe von Solarzellen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt so Strom, den Sie im eigenen Haushalt nutzen oder ins Netz einspeisen können.

Photovoltaik ist die Technik, mit der aus Sonnenlicht Strom wird. Kernstück sind die Solarzellen aus Halbleitermaterial (meist Silizium), die zu Modulen zusammengefasst und auf dem Dach oder an der Fassade montiert werden. Trifft Licht auf die Zelle, entsteht Gleichstrom. Nicht zu verwechseln mit Solarthermie, die mit Sonnenwärme Wasser erhitzt.

Der erzeugte Gleichstrom wird von einem Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom (230 V) umgewandelt und ins Hausnetz eingespeist. Was Sie gerade nicht selbst verbrauchen, geht ins öffentliche Netz oder in einen Batteriespeicher. Ein Zähler erfasst Bezug und Einspeisung. Bei der Planung werden Dachfläche, Ausrichtung, Neigung und Verschattung analysiert, danach folgen Bewilligung, Montage und der Anschluss durch einen konzessionierten Elektriker.

Sinnvoll ist Photovoltaik für fast jedes Eigenheim mit geeigneter Dachfläche, besonders wenn tagsüber viel Strom gebraucht wird (Wärmepumpe, E-Auto, Homeoffice). Auch Mehrfamilienhäuser und Gewerbe profitieren.

Achten Sie auf einen zertifizierten Fachbetrieb (z. B. Swissolar-Mitglied), eine ehrliche Ertragsprognose statt Schönrechnerei, Garantien auf Module und Wechselrichter sowie eine korrekt eingeholte Baubewilligung der Gemeinde. Typische Fehler sind eine zu gross oder zu klein dimensionierte Anlage, ignorierte Verschattung und fehlende Planung des Eigenverbrauchs. Holen Sie mehrere Offerten ein und vergleichen Sie Leistung, Komponenten und Service statt nur den Preis.

Beispiel

Eine Familie in einem Einfamilienhaus im Kanton Aargau lässt auf ihr nach Süden ausgerichtetes Ziegeldach eine Photovoltaikanlage montieren. Weil sie eine Wärmepumpe und ein Elektroauto besitzt, kombiniert sie die Anlage mit einem Batteriespeicher, um den tagsüber erzeugten Sonnenstrom auch abends zu nutzen. Der lokale Fachbetrieb übernimmt Planung, Baubewilligung bei der Gemeinde und den Netzanschluss – nach wenigen Tagen läuft die Anlage.

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage in der Schweiz?

Die Kosten hängen stark von der Anlagengrösse, den gewählten Komponenten, der Dachbeschaffenheit und einem allfälligen Batteriespeicher ab. Deshalb lässt sich kein pauschaler Preis nennen. Holen Sie mehrere Offerten ein und beachten Sie, dass Bund und viele Kantone Fördergelder (Einmalvergütung) gewähren, welche die Investition reduzieren.

Brauche ich für eine Photovoltaikanlage eine Bewilligung?

In der Regel sind gut angepasste Solaranlagen auf Dächern in Bau- und Landwirtschaftszonen meldepflichtig, aber nicht baubewilligungspflichtig. Bei geschützten Gebäuden, in Kernzonen oder bei Fassadenanlagen gelten aber strengere Regeln. Ein Fachbetrieb klärt die Vorgaben Ihrer Gemeinde ab und übernimmt die nötige Meldung oder das Baugesuch.

Lohnt sich Photovoltaik auch ohne Batteriespeicher?

Ja. Auch ohne Speicher können Sie einen Teil des Sonnenstroms direkt selbst verbrauchen und den Überschuss ins Netz einspeisen. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch, ist aber eine zusätzliche Investition. Ob er sich lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsverhalten und der Vergütung Ihres Netzbetreibers ab.

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