Trittschall entsteht, wenn beim Gehen, Stühlerücken oder Fallenlassen von Gegenständen Schwingungen über den Boden in die darunterliegende Decke und den Nachbarraum übertragen werden. Eine Trittschalldämmung ist eine elastische Zwischenschicht, die diese Schwingungen dämpft. Sie wird als Unterlage (Bahnen, Platten oder Rollenware) direkt unter dem schwimmend verlegten Belag ausgelegt oder ist bei manchen Belägen bereits werkseitig auf der Rückseite aufkaschiert.
Die Dämmung erfüllt oft mehrere Funktionen gleichzeitig: Neben der Schallreduktion gleicht sie kleine Unebenheiten des Untergrunds aus, wirkt als Dampfbremse (auf mineralischen Böden wichtig gegen aufsteigende Feuchtigkeit) und verbessert je nach Produkt leicht die Wärmedämmung – wobei bei Bodenheizung darauf zu achten ist, dass die Unterlage einen niedrigen Wärmedurchlasswiderstand hat, damit die Heizung nicht ausgebremst wird.
Der Ablauf: Der Untergrund muss sauber, trocken und eben sein. Die Trittschalldämmung wird stumpf gestossen oder mit Überlappung ausgelegt, die Stösse werden verklebt, und darauf wird der Belag schwimmend verlegt. Wichtig ist zusätzlich ein umlaufender Randdämmstreifen an den Wänden, damit der Belag keine Schallbrücke zur Wand bildet.
Sinnvoll ist eine Trittschalldämmung praktisch bei jedem schwimmend verlegten Boden, besonders in Mehrfamilienhäusern und Mietwohnungen, wo Ruhe gegenüber den Nachbarn und gesetzliche bzw. mietrechtliche Schallschutzanforderungen eine Rolle spielen. Bei vollflächig verklebtem Parkett wird der Trittschall dagegen anders gelöst.
Als Material kostet eine Trittschalldämmung in der Schweiz meist rund CHF 5 bis 20 pro m² je nach Qualität und Dämmwirkung; die Verlegung ist häufig im m²-Preis des Bodenlegers enthalten (Richtwerte, ohne Gewähr).