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Prophylaxe (Zahnreinigung)

Die Prophylaxe – oft «professionelle Zahnreinigung» genannt – ist eine vorbeugende zahnmedizinische Behandlung, bei der Beläge, Zahnstein und Verfärbungen entfernt werden, die man mit Zahnbürste und Zahnseide zu Hause nicht wegbekommt. Ziel ist es, Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis zu verhindern, bevor sie entstehen.

Prophylaxe bezeichnet alle vorbeugenden Massnahmen, die Zähne und Zahnfleisch langfristig gesund halten. Im Zentrum steht die professionelle Dentalhygiene, die meist von einer ausgebildeten Dentalhygienikerin oder Prophylaxeassistentin durchgeführt wird – nicht zwingend von der Zahnärztin selbst.

Der Ablauf folgt einem klaren Muster: Zuerst werden die Zähne kontrolliert und Beläge sichtbar gemacht, danach werden harter Zahnstein und weiche Plaque mit Handinstrumenten oder Ultraschall entfernt, auch in den Zahnzwischenräumen und unter dem Zahnfleischrand. Anschliessend werden die Zähne poliert und häufig mit Fluorid behandelt. Zum Schluss folgen Tipps zur richtigen Putztechnik und zur Pflege zu Hause.

Empfohlen wird die Prophylaxe in der Regel ein- bis zweimal pro Jahr; bei Zahnfleischproblemen, Implantaten, Rauchen oder Zahnspangen kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Die Fachperson legt den passenden Rhythmus individuell fest.

Achten Sie bei der Auswahl auf ausgebildetes Fachpersonal, eine gründliche Untersuchung statt reiner «Politur» und eine transparente Kostenaufstellung – die Preise hängen von Aufwand, Zeitbedarf und Region ab und werden meist in CHF pro Zeiteinheit abgerechnet. Typischer Fehler: die Prophylaxe als reine Kosmetik zu sehen. Tatsächlich ist sie Vorsorge, die teure Folgebehandlungen vermeiden hilft.

Beispiel

Eine 38-jährige Angestellte aus Winterthur bemerkt beim Zähneputzen leichtes Zahnfleischbluten. Bei der halbjährlichen Dentalhygiene entfernt die Dentalhygienikerin Zahnstein an den Innenseiten der unteren Frontzähne, poliert alles und zeigt ihr, wie sie die Zwischenräume mit Interdentalbürsten reinigt. Beim nächsten Termin ist das Bluten verschwunden – eine grössere Parodontitis-Behandlung wurde so vermieden.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man zur Prophylaxe gehen?

Für die meisten Erwachsenen genügt ein- bis zweimal pro Jahr. Bei Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, Implantaten, Zahnspangen oder Rauchen kann ein kürzerer Abstand sinnvoll sein. Die Dentalhygienikerin oder Zahnärztin legt das passende Intervall nach dem individuellen Risiko fest.

Tut die professionelle Zahnreinigung weh?

In der Regel ist die Behandlung gut erträglich und schmerzfrei. Empfindlich kann es werden, wenn viel Zahnstein entfernt wird oder das Zahnfleisch bereits entzündet ist. Bei sehr empfindlichen Zähnen lässt sich der Bereich auf Wunsch örtlich betäuben – sprechen Sie das vorab an.

Zahlt die Krankenkasse die Prophylaxe?

In der Schweiz werden zahnärztliche Leistungen wie die Dentalhygiene von der Grundversicherung normalerweise nicht übernommen. Manche Zusatzversicherungen beteiligen sich anteilig. Prüfen Sie Ihre Police und lassen Sie sich die Kosten vorher transparent in CHF aufzeigen.

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