Die praktische Prüfung für Kategorie B dauert rund 45 bis 60 Minuten. Der Verkehrsexperte sitzt auf dem Beifahrersitz und lässt Sie durch verschiedene Verkehrssituationen fahren: Innerorts, ausserorts, oft auf der Autobahn, dazu Manöver wie Parkieren, Wenden, Rückwärtsfahren und das sichere Anfahren am Hang. Bewertet werden Fahrzeugbeherrschung, Beobachtung, Verkehrsanpassung, Rücksichtnahme und vorausschauendes, energiesparendes Fahren.
Zugelassen wird nur, wer die Voraussetzungen erfüllt: gültiger Lernfahrausweis, absolvierter VKU und – bei Bezug des Lernfahrausweises vor dem 20. Geburtstag – die eingehaltene Mindestlernzeit von 12 Monaten. Die Prüfung findet meist mit dem Auto der Fahrschule statt; das Fahrzeug muss verkehrssicher und mit Doppelpedalen ausgestattet sein.
Der Ablauf: Sie treffen sich mit dem Experten, es folgt oft eine kurze Kontrolle (z. B. Bedienelemente, Sicht). Dann fahren Sie eine vom Experten vorgegebene Route. Kleinere Fehler führen nicht automatisch zum Nichtbestehen; entscheidend ist das Gesamtbild und ob eine gefährliche Situation entsteht. Ein grober Fehler mit Gefährdung kann jedoch zum sofortigen Abbruch führen.
Als preislicher Richtwert gelten rund CHF 120 bis 160 für die Prüfungsgebühr (ohne Gewähr, kantonal unterschiedlich). Dazu kommen häufig Kosten für die Miete des Fahrschulautos und die Begleitung durch den Fahrlehrer während der Prüfung. Fällt man durch, ist eine Wiederholung nach einer Wartefrist möglich – jeder Antritt kostet erneut, weshalb eine solide Vorbereitung mit genügend Fahrstunden die günstigste Variante ist.
Nach bestandener Prüfung wird kein definitiver, sondern der Führerausweis auf Probe für drei Jahre ausgestellt. Erst nach der Weiterausbildung (WAB) und beanstandungsfreier Probezeit folgt der unbefristete Ausweis.