Gemessen wird meist mit einer Manschette am Oberarm, die sich aufpumpt und langsam Luft ablässt, während ein Gerät die beiden Werte erfasst. Der obere (systolische) Wert entsteht, wenn das Herz schlägt, der untere (diastolische) in der Entspannungsphase. Als normal gilt grob ein Wert um 120/80 mmHg; ab wiederholt gemessenen Werten über 140/90 mmHg (Praxismessung) spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Weil Bluthochdruck lange keine Beschwerden macht, wird er oft zufällig entdeckt – regelmässiges Messen ist deshalb sinnvoll.
Für ein aussagekräftiges Ergebnis sitzt man ein paar Minuten ruhig, hat vorher nicht geraucht oder Kaffee getrunken, stützt den Arm auf Herzhöhe und spricht während der Messung nicht. Ein einzelner erhöhter Wert bedeutet noch keine Krankheit – oft ist Aufregung («Weisskitteleffekt») die Ursache. Erst mehrere erhöhte Messungen an verschiedenen Tagen, idealerweise auch zu Hause, geben ein verlässliches Bild.
Viele Apotheken in der Schweiz bieten die Blutdruckmessung als niederschwelligen Service an – oft an einem Automaten oder durch das Fachpersonal, teils mit kurzer Einordnung des Resultats. Das ersetzt keine ärztliche Diagnose, kann aber ein wichtiger erster Hinweis sein und motivieren, den Wert im Auge zu behalten. Bei stark erhöhten Werten oder Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen verweist die Apotheke an den Arzt.
Die Messung in der Apotheke ist häufig gratis oder kostet nur einen kleinen Betrag von etwa CHF 5–15 (Richtwert, ohne Gewähr). Wer regelmässig kontrollieren möchte, kann in der Apotheke auch ein geprüftes Oberarm-Messgerät für zu Hause kaufen (grob ab CHF 40–100).